SVP erfolgreich bei der Wahl des Zürcher Verfassungsrats
Bei der Wahl des 100-köpfigen Verfassungsrats des Kantons Zürich hat die SVP am Sonntag (18.06.) vor SP und FDP ihre führende Stellung bestätigt. Sie erhielt 31 Sitze, vier mehr als die SP und neun mehr als die FDP.
Die Wahlbeteiligung betrug nur 22,8 Prozent.
Der Zürcher Verfassungsrat setzt sich gemäss amtlichem Schlussresultat wie folgt zusammen: Schweizerische Volkspartei (SVP) 31 Sitze, Sozialdemokratische Partei (SP) 27, Freisinnig Demokratische Partei (FDP) 22, Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) sieben, Grüne sechs, Evangelische Volkspartei (EVP) fünf und Eidenössisch-Demokratische Union (EDU) zwei Sitze.
Damit haben SVP, FDP und CVP gemeinsam die absolute Mehrheit in dem Gremium, das innert fünf Jahren einen Verfassungsentwurf als Ersatz für die heutige Kantonsverfassung aus dem Jahre 1869 ausarbeiten muss.
Die Spitzenresultate erzielten SVP-Nationalrat Hans Fehr (24’809 Stimmen) und Geschworenengerichtspräsident Hans Mathys (24’210). Zürichs SP-Stadtpräsident Josef Estermann kam auf 21’305 Stimmen, SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer auf 20’039 und sein SP-Ratskollege Andreas Gross auf 19’075 Stimmen.
Mit FDP-Stadrat Thomas Wagner und der Grünen-Stadträtin Monika Stocker sitzen neben Estermann zwei weitere Mitglieder der Zürcher Stadtregierung im Verfassungsrat.
Mehrere hundert Personen kandidierten für insgesamt 13 Parteien und Gruppierungen. Der Wahlkampf war flau.
Wird der Verfassungsentwurf in fünf Jahren vom Stimmvolk verworfen, hat der Verfassungsrat nochmals ein Jahr Zeit für Anpassungen. Die konstituierende Sitzung des Rates findet am kommenden 13. September statt.
swissinfo und Agenturen
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