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Schlechte Noten für Schweizer Medien

Zürcher Wissenschaftler werfen den Informationsmedien vor, Bürgerinnen und Bürger über das politische Geschehen zu wenig aufzuklären. Darunter würde insbesondere die Demokratie leiden.

Dies ist der Befund des Jahrbuchs 2010 "Qualität der Medien". Die Verfasser machen die Schuld vor allem bei der Gratiskultur im Internet, bei Gratis-Pendlerzeitungen sowie dem Spardruck auf die Redaktionen aus.

Anstatt ausgewogen über politische Debatten zu berichten, beherrschten Formfragen die Mediendiskurse, schreiben die Verfasser der Studie.

Die Informationsmedien vernachlässigten ihre Funktion, die Bürgerinnen und Bürger über das politische Geschehen aufzuklären. Als Beispiel wird die Minarettinitiative vom vergangenen Herbst angeführt: Die Befürworter hätten mit "PR-Aktionen" wie dem Minarettplakat intensive mediale Berichterstattung erreicht, obwohl die Mehrheit der Schweizer Parteien gegen das Minarettverbot war, heisst es im erstmals erschienen Jahrbuch.

Die Forschenden des Bereichs Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich sehen kein Ende dieser für sie negativen Entwicklung. Die publizistische Versorgung durch qualitätsschwache Medien im Internet und der gedruckten Presse werde weiter zunehmen, da vor allem jüngere Mediennutzer zwischen 15 und 34 Jahren mit der "Gratiskultur" gross geworden seien.

Finanziert und gefördert wird das Jahrbuch "Qualität der Medien" durch die gemeinnützige Stiftung "Öffentlichkeit und Gesellschaft". Zum Stiftungsrat gehören unter anderem der Soziologe Kurt Imhof, die Aargauer Ständerätin Christine Egerszegi oder der ehemalige Bundesratssprecher Oswald Sigg.

swissinfo.ch und Agenturen


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