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Schwarze Schafe unter Schweizer Rekruten

Militärpolizisten haben am Freitagabend zum Abschluss der Rekrutenschulen heimkehrende Rekruten kontrolliert. Bilanz: 99 kassierten eine Ermahnung. Davon schauten 21 zu tief ins Glas, 68 trugen ein "mangelhaftes Tenü".

44 Militärpolizisten standen für eine so genannte Schwerpunkt-Kontrolle zum Abschluss der 18-wöchigen Rekrutenschule im Einsatz, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) am Samstag mitteilte.

Rund 1450 Soldaten von acht Schulstandorten waren am Freitagabend auf der Heimreise – sie wurden von den Militärpolizisten in temporären Zugbegleitungen sowie an den Bahnhöfen Bern, Zürich und Luzern kontrolliert.

Die Mehrheit habe sich "tadellos" verhalten, schreibt das VBS. Gleichwohl wurden 99 Rekruten ermahnt: 21 tranken über den Durst, 68 kleideten sich "mangelhaft", 8 verhielten sich nicht korrekt, und 2 beaufsichtigten ihre Ausrüstung nicht. Ein Soldat muss sich zudem wegen eines Betäubungsmitteldelikts verantworten.

Bei der ersten Kontrolle vom 21. Mai 2010 waren 78 Soldaten ermahnt worden, und fünf mussten sich wegen Drogenkonsums verantworten. Die Beanstandungen betrafen ebenfalls vor allem Tenü, Alkoholkonsum und unkorrektes Verhalten. Damals waren über 2500 Armeeangehörige aus Rekrutenschulen und Wiederholungskursen in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.

Mit den Schwerpunkt-Kontrollen soll laut VBS auf das korrekte Verhalten der Armeeangehörigen Einfluss genommen werden. Zudem sollen "Verfehlungen in den Bereichen Disziplin, Betäubungsmittel und Munitionsbefehl" geahndet werden.

swissinfo.ch und Agenturen


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