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Vor- und Nachteile von Hausgeburt, Geburtshaus und Spitalgeburt

Eine Frau gebärt zu Hause
(EPA/BEA KALLOS)

Pro Hausgeburt

  • Die eigenen vier Wände können mehr Privatsphäre, Vertrautheit und Ruhe gewährleisten, was sich positiv auf den Geburtsverlauf auswirken kann.
  • Eine Hebamme bleibt für die ganze Geburt (kein Schichtwechsel). Die Gebärende hat die Hebamme zudem ganz für sich und muss sie nicht mit anderen Gebärenden teilen.
  • Zu Hause gibt es keine Spitalbakterien, mit denen man sich anstecken könnte.

Kontra Hausgeburt

  • Bei einem Notfall muss die Gebärende ins Krankenhaus gebracht werden, was kostbare Zeit braucht. Die Hausgeburt ist deshalb nicht geeignet für Risikoschwangere oder Frauen mit einer Erkrankung.
  • Im Gegensatz zu einem Geburtshaus oder Spital ist die Infrastruktur nicht vorhanden, sondern muss erst für die Geburt eingerichtet werden. Dabei müssen die Eltern alles selbst organisieren: Eine Hebamme (und eine Ersatzhebamme), die Räumlichkeiten und Hilfsmittel wie saubere Handtücher etc.
  • Nach der Geburt muss selbst geputzt werden.
  • Im Spital und im Geburtshaus wird man im Wochenbett versorgt. Bei der Hausgeburt muss Pflege und Essen privat organisiert werden.


Eine Mutter in der Gebärwanne eines Geburtshauses
(Geburtshaus Zürcher Oberland)

Pro Geburtshaus

  • Mehr Ruhe, besonders auch im Wochenbett.
  • Die Väter dürfen standardmässig im Zimmer mitübernachten. Im Spital ist das in der Regel nur im Einzelzimmer möglich, die wiederum nur Privatpatienten zur Verfügung stehen oder gegen einen happigen Aufpreis gebucht werden können.
  • Keine Spitalbakterien, mit denen man sich anstecken könnte.

Kontra Geburtshaus

  • Nur für komplikationslose Geburten geeignet. In manchen Kantonen (zum Beispiel Zürich) dürfen Frauen mit Beckenendlagen oder die schon mal einen Kaiserschnitt hatten, nicht auf Kosten der Krankenkassen im Geburtshaus gebären.
  • Falls es dem Kind nicht gut geht, muss es in ein Spital transportiert werden.
  • Falls etwas nicht nach Plan läuft, muss die Frau doch ins Spital verlegt werden, was Stress bedeutet. Im Jahr 2016 mussten 17 %externer Link der Frauen während der Geburt im Geburtshaus in ein Spital verlegt werden. Dazu kommen weitere Frauen, die nach der Geburt wegen Blutungen, nicht abgelöster Plazenta oder Verletzungen in die Klinik mussten.


Eine Mutter im Spitalbett
(A. NOOR / BSIP)

Pro Spital

  • Bei Komplikationen ist medizinische Hilfe sofort verfügbar – was Mutter und Kind das Leben retten kann.
  • Manche Geburtsabteilungen liegen in der Nähe einer Neonatologie. Falls bereits bekannt ist, dass das Kind an einer Krankheit leidet, sollte man in einem solchen Spital gebären, damit das Kind sofort auf die Neonatologie verlegt werden kann.

Kontra Spital

  • Es wird möglicherweise schneller in den natürlichen Vorgang eingegriffen als in Geburtshäusern oder bei Hausgeburten.
  • Wechselndes Personal, Unruhe eines Krankenhauses.
  • Man kennt das Personal meist nicht im Voraus.

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