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Glückskette und Ausland-Schweiz

Ab dem 20. April wird auch die Ausland-Schweiz an das Sammelsystem der Glückskette angeschlossen.

(swissinfo.ch)

Eine Glücksketten-Sammlung der besonderen Art geht am Samstag über die Bühne: Statt Geld stehen dieses Mal e-mail-Adressen im Zentrum.

Ziel der Aktion ist eine Annäherung zwischen der Glückskette und den Schweizern und Schweizerinnen im Ausland. Dazu sammelt das 1946 gegründete Hilfswerk, sozusagen die "humanitäre Abteilung" der SRG SSR idée suisse, die e-mail-Adressen von Schweizern und Schweizerinnen im Ausland - verbunden mit einem Fest auf dem Auslandschweizer-Platz in Brunnen (Schwyz).

Mehr als 500'000

Mehr als eine halbe Million Schweizer Staatsangehörige leben im Ausland. Auch sie sollen in Zukunft am Sammelsystem der Glückskette angeschlossen sein, die seit Kurzem neben ihren "klassischen Tätigkeiten" auch Ausland-Schweizer unterstützt, die in finanzielle Not geraten sind.

Die Ausdehnung der Glücksketten-Sammlungen ins Ausland geht zurück auf einen Beschluss des Auslandschweizer-Rates (Parlament der Fünften Schweiz) vom April 2000. Wie es dazu kam, ruft Roland Jeanneret von der Glückskette im Gespräch mit swissinfo in Erinnerung.

Auslandschweizer in Not

"Vor zwei, drei Jahren hatten wir Anfragen, ob wir die Sozialhilfe, mit der wir pro Jahr etwa 2500 Menschen mit einem einmaligen kleinen Beitrag unterstützen, nicht auch auf Auslandschweizer ausdehnen könnten", erklärt Jeanneret. Dann sei zum Beschluss des Auslandschweizer-Rates gekommen.

"Dies nahmen wir natürlich mit Freuden zur Kenntnis und haben unseren Internet-Auftritt entsprechend umgerüstet. Wir verfügen heute wahrscheinlich über das modernste Online-Sammelsystem. Elektronisch sind wir bereit - jetzt wollen wir das Ganze auch lancieren", sagt Roland Jeanneret weiter.

Schmunzeln über Sammelobjekte

Dass nun als erstes e-mail-Adressen gesammelt würden, habe auch Schmunzeln ausgelöst. Wenn die Glückskette bei kurzfristigen grossen Sammelaktionen die Fünfte Schweiz rasch erreichen wolle, gehe das nur via Internet. Und nun gehe es darum, eine entsprechende Adressliste zusammenzustellen.

Die Adressen werden nach den Regeln des Datenschutzes verwaltet, wie die Glückskette versichert. Wer die Adresse angebe, verpflichte sich zu nichts. Man werde einfach elektronisch über den Auftakt einer Sammelaktion informiert und von Zeit zu Zeit darüber, wie die Glückskette-Gelder eingesetzt würden.

Erwartungen - Internationalisierung

Auf die Frage, was die Glückskette von den Ausland-Schweizern erwarte, sagt Roland Jeanneret, seiner Ansicht nach müssten sich alle Sammelsysteme Gedanken machen, wie sie sich "vielleicht nicht globalisieren, aber internationalisieren können".

Die Arbeit der Glückskette sei schon lange international. Was jetzt passiere, sei eine weitere Öffnung über die Auslandschweizer. Wie sich das in Zahlen niederschlagen soll, könne man zur Zeit jedoch nicht sagen.

"Ich weiss nur, dass wir schon heute 11% der Spenden hier in der Schweiz übers Internet kriegen. Das ist enorm hoch und wir glauben daran, dass das Sammeln via Internet auch die Zukunft sein wird. Da wird die Fünfte Schweiz einen Anteil haben, den ich zur Zeit noch nicht quantifizieren kann", so Roland Jeanneret.

Das Fest in Brunnen - und im Netz

Verbunden ist die Sammel-Aktion mit einem Fest auf dem Auslandschweizer Platz in Brunnen. Das reale Fest wird von einem virtuellen begleitet - via Internet kann der Festverlauf verfolgt werden, daneben gibt es die Möglichkeit zu Live-Diskussionen.

Die von der Auslandschweizer-Organisation (ASO) erfassten Schweizerinnen und Schweizer, rund 380'000, wurden in den vergangenen Tagen in der "Schweizer Revue" aufgerufen, ihre e-mail-Adresse der Glückskette zu übermitteln.

Zugleich erging der Aufruf, nicht nur die elektronische Adresse zu übermitteln, sondern auch ein Miniporträt "So lebe ich hier" zu verfassen. Eine Auswahl dieser Botschaften wird beim Fest in Brunnen auf eine Grossleinwand übertragen.

An der Sammlung der Adressen beteiligt sich auch als Partnerin der Glückskette auch die Swisscom. Sie rief ihre Kunden und Kundinnen unter dem Slogan "Fünf e-mails für die Fünfte Schweiz" dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen.

Rita Emch


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