Gratisblätter weiterhin im Trend

Die Gratiszeitungen haben ihren Siegeszug 2007 fortgesetzt und in der Romandie sogar sprunghaft Leser gewonnen. Der Krebsgang der bezahlten Presse hielt dagegen an. Die Schweiz bleibt aber ein Volk von Zeitungslesern.

Dieser Inhalt wurde am 25. März 2008 - 10:45 publiziert

Das geht aus der neusten Erhebung der Wemf AG für Werbemedienforschung hervor. Der Trend zu den Gratiszeitungen dürfte sich sogar noch verstärken, denn in der Wemf-Studie sind die jüngsten Gratisblätter ".ch" (seit September 07) und "News" (seit Dezember 07) noch nicht berücksichtigt.

Das Pendlerblatt "20 Minuten" des Tamedia-Konzerns blieb auch bei der jüngsten Erhebung die mit Abstand am meisten gelesene Tageszeitung. Sie legte gegenüber der letzten Erhebung weitere 2,4% auf eine Reichweite von 1,244 Millionen zu.

Gewaltige Sprünge machten die beiden Westschweizer Gratisblätter: "20 Minutes" gewann 41,3% zusätzliche Leserinnen und Leser, blieb mit einer Reichweite von 390'000 aber hinter dem Konkurrenten "Le Matin bleu" zurück. Das Gratisprodukt aus dem Haus Edipresse legte um 32,9% auf eine Reichweite von 469'000 zu und ist damit weiter die am meisten gelesene Zeitung in der Romandie.

Bezahlte Presse als Verliererin

Zu den Verlierern gehörten in der Deutschschweiz die meisten grossen bezahlten Tageszeitungen. Der "Blick" büsste weitere 2,5% an Reichweite ein und kommt noch auf 672'000 Leser. Fast 5% verlor die "Neue Zürcher Zeitung", womit die Reichweite unter die Marke von 300'000 fiel.

Eine von der Wemf als signifikant eingestufte Einbusse von 5,8% gab es zudem für die "NZZ am Sonntag", deren Reichweite auf 451'000 sank. Der "SonntagsBlick" setzte seine Talfahrt ebenfalls fort, blieb mit 944'000 Lesern aber an der Spitze der Sonntagsblätter. Einbussen gab es auf dem durch zusätzliche Bewerber umkämpften Sonntagsmarkt auch für die "SonntagsZeitung".

Insgesamt bleibt die Schweiz aber ein Volk von Zeitungslesern.

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