Greenpeace protestiert in Basel gegen Tiefseebergbau
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Samstag in Basel gegen Pläne des Schweizer Unternehmens Allseas im Tiefseebergbau protestiert. Aktivistinnen und Aktivisten projizierten gegen 21.30 Uhr einen Film auf das Gebäude der Alten Universität am Grossbasler Rheinufer.
(Keystone-SDA) Im Film wird Allseas vorgeworfen, ohne Erlaubnis der International Seabed Authority zu handeln und sich lediglich auf eine Verordnung von US-Präsident Donald Trump zu berufen.
Greenpeace befürchtet grosse Schäden am Meeresboden, sollte der Tiefseebergbau erst einmal ins Rollen kommen, wie ein Sprecher vor Ort sagte. Gemäss begleitender Mitteilung wären Eingriffe in die Tiefsee-Ökosysteme verheerend und würden grosse Mengen an CO2 freisetzen.
Greenpeace hat in jüngster Vergangenheit bereits ähnliche Aktionen am Schloss Chillon in der Waadt und Zürich durchgeführt.
Operationen im Pazifik geplant
Das in Châtel-Saint-Denis im Kanton Freiburg ansässige Unternehmen Allseas ist auf schwere Offshore-Operationen spezialisiert. Gemäss Medienmitteilung des kanadischen Tiefseeabbau-Unternehmens The Metals Company (TMC) vom Mai sind Allseas und TMC eine Kooperation eingegangen, um Metalle vom Meeresboden im Pazifik zu fördern.
Eine zentrale Rolle spielt dabei das Schiff «Hidden Gem» (Versteckter Edelstein) von Allseas. Laut Allseas trägt es ein ferngesteuertes U-Boot, das metallreiche Klumpen vom Meeresgrund sammelt. Beide Unternehmen betonen gemäss Informationen auf ihren Websites, dass es sich um eine schonende Methode handle.