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Grossratskommission will keine zusätzlichen Mittel für Ballenberg

Keystone-SDA

Die Bildungskommission des bernischen Grossen Rates stellt sich gegen zusätzliche finanzielle Mittel für das Freilichtmuseum Ballenberg. Sie widerspricht damit dem Regierungsrat, der für die geplante Neugestaltung eine Erhöhung des Kredits beantragt hat.

(Keystone-SDA) Ein neues Besuchszentrum, ein integriertes Sammlungsdepot und ein zweigeschossiges Parkdeck plant das Museum in Hofstetten bei Brienz. Die Kantonsregierung hat dem Grossen Rat zu diesem Zweck einen Kredit von 30,6 Millionen Franken beantragt. Dieser Betrag entspricht fast 80 Prozent der Gesamtkosten für die Umsetzung.

Einer Mehrheit der vorberatenden Bildungskommission (BIK) ist dies allerdings zu viel. Ihr reichen die bereits in der kantonalen Investitionsplanung eingestellten rund 27 Millionen Franken, wie sie am Montag mitteilte.

Die Kommissionsmehrheit bemängelt im Communiqué, dass die Gesamtkosten und der Kantonsbeitrag in den letzten Jahren laufend gestiegen seien: 2022 habe das Museum noch mit Kosten von 26 Millionen Franken gerechnet, wovon der Kanton 14,9 Millionen hätte übernehmen sollen. Ausserdem seien Beiträge von Dritten nicht vorgängig gesichert worden.

Mehrheit will Mobilitätskonzept

Weiter beantragt eine Mehrheit der BIK dem Kantonsparlament, das Projekt mit einem Mobilitätskonzept zu ergänzen. Aufgrund der Grösse und der damit verbundenen Besucherströme sei dies notwendig. Der Grosse Rat befasst sich in der Frühlingssession mit dem Museum.

Der Kanton Bern zählt das Freilichtmuseum Ballenberg zu den fünf Kulturinstitutionen von nationaler Bedeutung. Rund 200’000 Menschen besuchen es jedes Jahr.

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