Gurten-Festival trotz Nässe und Kälte ein (voller) Erfolg

Der meist strömende Regen hat auf dem Gurten tiefe Spuren hinterlassen. Keystone

Das Gurten-Festival in Bern stand von Freitag bis Sonntag (14.-16.07.) - trotz viel Musik aus allen Sparten - ganz im Zeichen von Nässe und Kälte. Dennoch sind die Organisatoren des Grossanlasses zufrieden; sie rechnen mit schwarzen Zahlen.

Dieser Inhalt wurde am 16. Juli 2000 - 18:21 publiziert

Das Open-Air war an allen drei Tagen fast ausverkauft. Insgesamt waren 44'000 Besucherinnen und Besucher an den drei Festivaltagen auf dem Berner Hausberg.

Open-Airs tragen per definitionem ein Risiko in sich. Und dieses Risiko kam am Berner Gurten-Festival 2000 voll zum Tragen. Das Wetter - kühl und nass - stellte auch die willigsten Freiluft-Musikfans auf eine harte Probe.

"Wir sind mit dem Verlauf des Festivals zufrieden, wenn man die kathastrophalen Bedingungen anschaut", meinte Festival-Leiter Philippe Cornu am Sonntag vor den Medien. "Wir werden schwarze Zahlen schreiben."

Am Freitag waren 14'500 Leute auf dem Gurten, am Samstag 15'000 und am Sonntag noch einmal 14'500.

Ohne die 7'500 Quadratmeter Plastikplatten, welche vor der Hauptbühne und auf den Hauptzirkulierachsen ausgelegt waren, hätte das Festival gemäss Cornu abgebrochen werden müssen. Wie weit der Gurtenrasen saniert werden muss, das könne man erst "am Tag danach" sagen.

Für Montag (17.07.) ist eine Begehung des Gurten-Geländes mit dem Landschaftsarchitekten, der für den Park im Grünen verantwortlich ist, geplant.

Zu den Stars des Gurtenfestivals 2000, das im Gegensatz zu früheren Jahren auf weniger bekannte internationale Namen und dafür auf eine gehörige Portion "Swiss Music" setzte, gehörten unter anderen die Pet Shop Boys, Iggy Pop, The Wailers, die Gruppe All Saints und die skandinavischen Senkrechtstarter Him.

Sie sorgten trotz widriger Umstände für eine Stimmung, die zumindest für einige Zeit die kalten Hände und Füsse vergessen liess. Insgesamt waren rund 70 Bands und DJs engagiert.

Zu den prominentesten Vertretern der Schweizer Musikszene gehörten Florian Ast, die HipHop-Band Wrecked Mob, Core, Mich Gerber und Michael von der Heide, bei dessen Konzert auch der Sänger von Züri West, Kuno Lauener, zu einem Gastauftritt kam.

swissinfo und Agenturen

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