Swiss abroad

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Die geplante teilweise Rückkehr ins Büro wurde bei swissinfo.ch sistiert. Denn die Corona-Fallzahlen steigen rasant. Solche Rückschläge können frustrieren und "corona-müde" machen.

Herzliche Grüsse

Dieser Inhalt wurde am 16. Oktober 2020 - 17:00 publiziert
© Keystone / Gaetan Bally

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, dass viele Menschen die Corona-Einschränkungen leid sind. Die "Pandemiemüdigkeit" untergräbt die Bemühungen zur Einschränkung des Virus.

Quer durch Europa steigen derzeit die Fallzahlen rasant. Doch laut einer WHO-Umfrage sind bis zu 60 Prozent der Europäerinnen und Europäer über staatliche Restriktionen verärgert.

Die WHO hat Ratschläge für Regierungen veröffentlicht, wie man die Corona-Müdigkeit bekämpfen kann: Entscheidend sei, so die WHO, beim Volk "den Puls" zu fühlen.

Was die Corona-Müdigkeit für die Schweiz bedeutet und wie das Land darauf reagieren soll, hat swissinfo.ch mit drei Expertinnen besprochen.

Keystone

Vor genau drei Jahren, am 16. Oktober 2017, wurde die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia von einer Autobombe getötet. Recherchen zeigen nun Spuren in die Schweiz.

Laut Tages-Anzeiger hat eine aus der Schweiz gesteuerte Briefkastenfirma Millionen in eine schwarze Kasse des Hauptverdächtigen gezahlt. Galizia sei ermordet worden, weil sie über diese Kasse habe schreiben wollen.

Bereits 2018 hat Malta Auskünfte zur Schweizer Firma Socar Trading verlangt, wegen Verdachts auf Geldwäscherei und Korruption. Die Schweiz hat entsprechende Informationen übermittelt.

Auch eine Firma, die 2010 in Genf gegründet wurde und als Zeichnungsberechtigten einen in Genf wohnhaften Walliser Anwalt führt, geriet angeblich in den Fokus der Ermittler. Noch ist jedoch alles unklar, es gilt die Unschuldsvermutung.

© Keystone / Gaetan Bally

Auch wenn die Corona-Fallzahlen steigen, werden die wirtschaftlichen Prognosen vielerorts nach oben korrigiert. Die Neue Zürcher Zeitung und der Tages-Anzeiger berichten, warum.

Laut Tages-Anzeiger ist Corona nach neuester Interpretation keine wirtschaftliche Katastrophe, sondern eine Krise, die weniger dramatisch ist als die Folgen des Erdölschocks und etwas dramatischer als die Folgen der Finanzkrise.

Es hänge nun von der Reaktion der Politik auf die steigenden Fallzahlen ab, ob die bereits erfreuliche Erholung wieder abgewürgt werde.

Diese Meinung teilt die NZZ: Neue Einschränkungen dürften den Aufschwung der Wirtschaft bremsen. Trotzdem gibt sich die Traditionszeitung optimistisch.

  • Der Artikel der NZZ (Paywall).
  • Der Artikel des Tages-Anzeigers (Paywall).
  • Aus unserem Archiv: Im Juni sahen die Prognosen deutlich düsterer aus.
Keystone / Matt Sayles

Zum Dessert ein kurzer Rückblick auf die vergangene Woche bei swissinfo.ch.

Das Schicksal der Uiguren sorgt für immer schrillere Töne in der UNO.

Schon frühere Epidemien hatten Auswirkungen auf den Postbetrieb in der Schweiz. Ein Blick in die Archive der PTT zeigt, wie vergangene Krisensituationen bewältigt wurden.

Wie könnte eine gerechte Verteilung der Asylsuchenden in Europa aussehen? Eine Arbeitsgruppe hat einen Verteilschlüssel erarbeitet.

  • Lesen Sie den Artikel meiner Kollegin und Datenexpertin Pauline Turuban.
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