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Hohe Stimm- und Wahlbeteiligung zeichnet sich in Graubünden ab

Keystone-SDA

In Graubünden finden neben den nationalen Abstimmungen auch Regierungs- und Parlamentswahlen statt. Eine Umfrage von Keystone-SDA zeigt: Für den 14. Juni zeichnet sich eine verhältnismässig hohe Stimmbeteiligung ab.

(Keystone-SDA) So betrug die Stimmbeteiligung in der Kantonshauptstadt Chur am Mittwochabend 31,8 Prozent. Zum gleichen Zeitpunkt vor vier Jahren, als ebenfalls kantonale Wahlen und nationale Abstimmungen stattfanden, waren es 25,7 Prozent.

Und auch die Gemeinde Davos vermeldet in einer Mitteilung vom Donnerstag «eine überdurchschnittlich gute Entwicklung» der Stimmbeteiligung. Konkret hätten bereits 42,7 Prozent der Stimmberechtigten ihre Stimmen abgegeben. «Am Abstimmungssonntag vom 14. Juni kann nach derzeitigen Erkenntnissen in Davos eine Stimmbeteiligung von schätzungsweise rund 60 Prozent erwartet werden», teilt die Gemeinde mit.

Als Zugpferd machen die Gemeindeverantwortlichen die nationale Volksinitiative zur 10-Millionen-Schweiz aus. Bei den Regierungsratswahlen erwartet die Gemeinde eine Beteiligung von rund 52 Prozent – deutlich mehr als bei den Regierungswahlen 2022, bei denen 38,5 Prozent ihre Stimme abgaben.

Höhere Beteiligung auch in Südbünden

Mit einer höheren Stimmbeteiligung als vor vier Jahren rechnet auch die Gemeinde Bregaglia. Dort sind gemäss Gemeindeschreiberin Giulia Giovanoli bis am Mittwoch 544 Stimmkuverts eingegangen. Stimmberechtigt wären 1389 Personen. «Ich rechne bis Sonntag noch mit etwa 150 weiteren Stimmabgaben», erklärte Giovanoli gegenüber Keystone-SDA. Auch in Bregaglia ist die Beteiligung somit höher als vor vier Jahren, als 541 gültige Wahlzettel für die Parlamentswahlen und 502 für die Regierungsratswahlen eingingen.

Ähnlich wie 2022 dürfte die Beteiligung in St. Moritz ausfallen. Bis am Mittwoch wurden der Gemeinde St. Moritz gemäss der Gemeindeverwaltung 1095 Stimmkuverts zugestellt. «Das entspricht einer Beteiligung von 44,53 Prozent, was dem Wert von vor vier Jahren entspricht», teilt die Gemeindeverwaltung mit. In St. Moritz wird zusätzlich zu den nationalen Abstimmungen und den kantonalen Wahlen auch noch das Gemeindepräsidium neu vergeben.

Erste Regierungsratswahlen mit E-Voting

Erstmals können die Stimmberechtigten in 26 Bündner Gemeinden die Regierung elektronisch wählen. Dies sind die Gemeinden Arosa, Bonaduz, Cazis, Chur, Davos, Domat/Ems, Domleschg, Felsberg, Grüsch, Jenaz, Jenins, La Punt Chamues-ch, Landquart, Lumnezia, Malans, Maienfeld, Pontresina, Poschiavo, Rheinwald, Safiental, Scharans, Schluein, Scuol, Silvaplana, Tamins und Thusis. Laut Angaben der Standeskanzlei Graubünden haben sich 9700 Personen für die elektronische Stimmabgabe angemeldet.

Vor vier Jahren lag die Stimmbeteiligung auf kantonaler Ebene bei 39,15 Prozent. Selten haben sich mehr als 40 Prozent der Stimmberechtigten an der Erneuerung des Regierungs- und des Grossen Rates beteiligt. Das letzte Mal war dies 2014 der Fall, als 43,1 Prozent der Stimmberechtigten teilnahmen. Ansonsten lag die Beteiligung bei den vergangenen sechs Wahlen zwischen 24 und 39 Prozent.

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