HypoVereinsbank mit Milliardengewinn im ersten Halbjahr
MÜNCHEN (awp international) – Die HypoVereinsbank (HVB) hat auch im zweiten Quartal prächtig verdient und unter dem Strich einen Gewinn von 639 Millionen Euro eingefahren. Damit hat die Tochter der italienischen Grossbank Unicredit ihr Nachsteuerergebnis verglichen mit dem zweiten Viertel 2010 mehr als verdoppelt und bleibt damit der Ertragsbringer für den Mutterkonzern in Mailand. Die HVB macht ihr Geld vor allem im Investment-Banking, das die Münchner für die gesamte Gruppe der Unicredit verantworten. Der Konzern hatte dank gesunkener Rückstellungen für faule Kredite und des starken HVB-Geschäfts im zweiten Quartal seinen Überschuss auf 511 Millionen Euro verdreifacht.
Insgesamt verbuchte die HVB im ersten Halbjahr einen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro – ein Plus von gut 83 Prozent. «Dabei ist es uns gelungen, die sehr erfreuliche Entwicklung der ersten drei Monate 2011 im zweiten Quartal dieses Jahres trotz zunehmend schlechterer Marktbedingungen zu verstetigen», sagte HVB-Chef Theodor Weimer am Donnerstag in München. Im zweiten Halbjahr dürften sich diese Ergebnisse allerdings nicht halten lassen, erklärte der Manager.
Er rechne mit einer nachlassenden Dynamik, «auch wenn Deutschland mit seiner robusten Wirtschaft von diesem Trend nur schwächer betroffen sein wird.» Die Mitarbeiter bekommen die wachsenden Sorgen der Bankspitze bereits zu spüren – erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der Konzern in der Münchner Zentrale 700 Stellen streichen will. Die Massnahme soll bis 2015 über die Bühne sein und ohne betriebsbedingte Kündigungen abgehen. Nach der Übernahme durch die Unicredit waren bereits mehrere tausend Stellen gestrichen worden./sbr/DP/enl