Irans Führung droht USA mit «unvergesslichen Lektionen»
Angesichts der neuen Eskalation am Persischen Golf hat die iranische Führung den USA mit "unvergesslichen Lektionen" gedroht.
(Keystone-SDA) «Da der amerikanische Feind nun auf Kriegstreiberei, die Übernahme noch schwererer Kosten und eine noch grössere Schande aus ist, soll er wissen, dass das geliebte iranische Volk und die Widerstandsfront unvergessliche Lektionen für ihn bereithalten», hiess es in einer Erklärung des obersten Führers Ajatollah Modschtaba Chamenei.
«Heute hat der grosse Satan erneut sein wahres, unmaskiertes Gesicht gezeigt, damit diese dunkle Erfahrung von Verbrechen und Vertragsbruch zu einem weiteren festen Beleg für die Verlogenheit, Unvernunft, Unzuverlässigkeit und Niederträchtigkeit der Vereinigten Staaten wird», hiess es in der Mitteilung weiter. Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi hatte zuvor das Mitte Juni mit den USA unterzeichnete Rahmenabkommen für ausgesetzt erklärt.
Spekulationen über Modschtaba Chamenei
Seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer vor mehr als vier Monaten ist Modschtaba Chamenei nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Seither wird viel über seinen Verbleib und auch seinen Gesundheitszustand spekuliert. US-Medienberichten zufolge soll er bei dem Luftangriff schwer verletzt worden sein. Dabei wurde sein Vater – und Vorgänger als oberster Führer – getötet. Irans Staatsfernsehen bezeichnete ihn bereits vor Monaten als «Kriegsversehrten», nannte jedoch keine Einzelheiten.
Regelmässig werden Mitteilungen über die Internetauftritte von Chamenei veröffentlicht. Videoaufnahmen oder Audiobotschaften gibt es jedoch weiterhin nicht.