Kühe sind laut neuer Studie intelligenter als gedacht
Die Kuh Veronika bringt Forschende zum Staunen: Sie kann sich mit einem Besen gezielt an verschiedensten Stellen am Körper kratzen. Das gilt als Werkzeuggebrauch - eine Fähigkeit, von der man bisher nicht wusste, dass Rinder sie beherrschen.
(Keystone-SDA) Dies stellt die bisherige Einschätzung der kognitiven Fähigkeiten von Rindern in Frage, wie Forschende des von der Schweizer Messerli-Stiftung finanzierten Instituts für Mensch-Tier-Beziehung in Wien in einer am Montag im Fachblatt «Current Biology» veröffentlichten Studie berichten.
Veronika hob Stöcke und Besen mit der Zunge auf, fixierte sie im Maul und kratzte sich damit. Das Borstenende des Besens nutzte sie dabei für den oberen, dickhäutigeren Körperbereich wie den Rücken. Für empfindlichere untere Partien wie das Euter oder Hautlappen am Bauch verwendete sie hingegen das glatte Stielende.
Dieses differenzierte Vorgehen wird in der Studie als Mehrzweck-Werkzeuggebrauch bezeichnet. Ein solches Verhalten wurde bisher in vergleichbarer Weise beständig nur bei Schimpansen dokumentiert.