The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Neat-Einsprache des Kanton Uri

Mit der Einsprache hat der Kanton Uri den NEAT-Bauern einen Knüppel zwischen die Beine geworfen. Keystone

Der Kanton Uri hat wie angekündigt eine Einsprache gegen die Neat-Linienführung eingereicht. Der Regierungsrat betrachte das Projekt als bundesrechtswidrig, teilte er am Donnerstag (12.07.) mit. Die Urner Einsprache ist aber nur eine von vielen.

Insgesamt gingen beim Bundesamt für Verkehr (BAV) bis am Mittwoch, einen Tag vor Fristablauf, 500 Beschwerden ein. Das Neat-Auflageprojekt widerspreche wesentlichen Interessen des Kantons, kritisierte der Urner Regierungsrat. Es sei praktisch ausschliesslich auf die Anliegen der AlpTransit Gotthard AG (ATG) ausgerichtet. Vorinvestitionen und Anschlussmöglichkeiten für eine allfällige Bergvariante seien nicht vorgesehen.

Auch im unteren Reusstal seien die kantonalen Interessen bezüglich Umweltschutz und Raumplanung ungenügend berücksichtigt worden. So solle die Bahnlinie den Schächenbach oberirdisch queren, und Lärmschutz-Massnahmen seien kaum vorgesehen.

Projekt zur Überarbeitung zurückweisen

Der Urner Regierungsrat beantragt dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), das Projekt zur Überarbeitung an die ATG zurückzuweisen. Das Unternehmen solle verpflichtet werden, den Anschluss an eine allfällige Bergvariante zu ermöglichen.

Im unteren Reusstal müsse eine umweltverträgliche Lösung wie die Schächen-Unterquerung gefunden werden. Neben den Haupteinsprache-Punkten seien verschiedene Detailanträge für ein neues, umweltverträgliches Projekt entsprechend der Urner Interessen eingereicht worden.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) wird sich beim Neat-Auflageprojekt aber nicht nur mit der Urner Beschwerde beschäftigen müssen. Am Mittwochabend, einen Tag vor Fristablauf, seien insgesamt 500 Einsprachen vorgelegen, bestätigte das BAV zu entsprechenden Medienberichten. Details zu den Einsprachen sollen am Freitag bekannt gegeben werden.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft