Safiental erhält diesjährigen SAB-Hauptpreis
Das Impuls-Programm im Safiental GR wird mit dem diesjährigen Hauptpreis der Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) ausgezeichnet. Vier Gemeinden des Bündner Bergtales wollen mit ihrem Projekt der Abwanderung Einhalt gebieten.
Der Preis ist mit 5’000 Franken dotiert. Der Nebenpreis ging an ein Autorenkollektiv für das Buch «Lebenswelt Alpen – sehen, kennen verstehen». Die Schaukäserei des Klosters Engelberg wurde mit dem Produktepreis ausgezeichnet.
Das Impulsprogramm der vier Bündner Gemeinden Safien, Tenna, Versam und Valendas versuche, durch vermehrte Zusammenarbeit die eigenen Ressourcen zu nutzen und damit Arbeitsplätze zu schaffen, teilte die SAB-Jury am Mittwoch (11.07.) vor den Medien in Bern mit. Die vorhandenen touristischen Infrastrukturen seien bescheiden, eine klassische Aufrüstung mit Bergbahnen und Hotelbauten wäre deshalb sinnlos und nicht bezahlbar. Zum Impulsprogramm gehört denn auch der gemeinsame touristische Auftritt.
Vertiefter Zugang zu den Alpen
Der mit 1’500 Franken dotierte erste Nebenpreis erhält das Autorenkollektiv, welches ein Buch über die «Lebenswelt Alpen» geschaffen hat. Dazu gehört auch der Exkursionsband «Alpen aktiv». Die Bücher ermöglichten verständlich und wissenschaftlich korrekt einen vertieften Zugang zur alpinen Natur und Kultur, erklärte die Jury unter dem Vorsitz des Bündner Ständerates und SAB-Präsidenten Theo Maissen (CVP) weiter.
Neue Wege in der Milchverarbeitung
Mit dem Produktepreis (ebenfalls 1’500 Franken) schliesslich wurde die Schaukäserei des Klosters Engelberg ausgezeichnet. Die Schaukäserei wurde am vergangenen 15. Januar eröffnet, nachdem die Klosterkäserei 1999 geschlossen werden musste. Die Schaukäserei ist laut Jury beispielhaft dafür, im sich ständig ändernden Umfeld der Milchverarbeitung neue Wege zu finden.
Die Preise werden am kommenden 31. August an der SAB-Delegierten-Versammlung in Herisau AR verliehen.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch