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(berichtigt im 2. Abschnitt: ... keine Mails mehr senden, aber immerhin noch empfangen (statt umgekehrt))
Bern (awp/sda) - Die US-Firma RPost zieht die Schweizerische Post in den USA vor Gericht: Die Schweizerische Post soll mit ihrem Emaildienst für eingeschriebene Briefe Incamail, den sie auch in Amerika anbietet, Patente von RPost verletzt haben.
Die Klage sei am 22. Dezember an einem Gericht in Kalifornien eingereicht worden, erklärte Post-Sprecherin Nathalie Salamin am Donnerstag auf Anfrage zu einem entsprechenden Bericht der Zeitung "Tages-Anzeiger". US-Kunden von Incamail könnten nun keine Mails mehr senden, aber immerhin noch empfangen.
Die Schweizerische Post habe die Anwerbung von Neukunden in den USA eingestellt. Kunden ausserhalb der USA wie beispielsweise in der Schweiz könnten Incamail indes weiterhin uneingeschränkt benutzen, sagte Salamin. Allerdings erklärt RPost in einem Communiqué, nicht nur die Patente für die USA, sondern auch für 29 weitere Länder zu besitzen, darunter die Schweiz.
Mit der Klage in Kalifornien geht der Rechtsstreit in die zweite Runde. Bereits im November 2009 hatte RPost die Post wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen verklagt. Die Post habe sich daraufhin im Frühjahr 2010 mit RPost aussergerichtlich geeinigt, woraufhin die Klage zurückgezogen wurde. Worin die Einigung bestand, wollte Salamin nicht bekannt geben.
Nun habe RPost trotz bestehender Vereinbarung erneut eine Klage eingereicht, ohne der Schweizerischen Post vorher Gelegenheit zu geben, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen, erklärte die Sprecherin. Die Schweizerische Post sei im Begriff, die Situation zu klären und wäge ihre Möglichkeiten sowie das weitere Vorgehen in dieser rechtlichen Auseinandersetzung ab.
uh

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