Direktorin fürs Filmfestival Locarno
Die 57-jährige italienische Journalistin und Filmkritikerin Irene Bignardi wird Direktorin des Filmfestivals Locarno. Sie löst Marco Müller ab, der im August zum Abschluss des diesjährigen Festivals seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte.
Irene Bignardi ist die Wunschkandidatin des neuen Festivalpräsidenten Marco Solari. Sie leitet seit 1989 die Filmredaktion der italienischen Tageszeitung «La Repubblica». Zuvor betreute sie während zehn Jahren die Filmrubrik im italienischen Wochenmagazin «L’Espresso».
Von 1986 bis 1989 leitete sie das auf Krimis spezialisierte «Festival Internationale del Giallo e del Mistero» im italienischen Cattolica. Dem Internationalen Filmfestival Venedig stand sie bis 1996 beratend zur Verfügung.
Im Jahre 1998 war Bignardi Mitglied der Wettbewerbsjury am Festival Locarno, das sie als Journalistin seit 1968 regelmässig besucht. Bignardi ist die erste Frau, die das grösste Schweizer Filmfestival leitet, und eine der wenigen Frauen, die einem grossen internationalen Filmfestival vorsteht.
Die Pressestelle des Filmfestivals bestätigte am Montag entsprechende Meldungen in der Tessiner Samstagspresse. Mit Bignardi seien Verhandlungen geführt worden, hiess es, man warte nur noch auf ihre definitive Antwort. Das Festival will ihre Ernennung am Mittwoch bekannt geben.
Das Festival teilte weiter mit, dass Bignardi die einzige Kandidatin gewesen sei, mit der ausführliche Gespräche geführt worden seien. Wenn der Verwaltungsrat des Festivals am 13. November ihre Nominierung bestätigt, wird Bignardi das kommende 54. Filmfestival Locarno künstlerisch leiten.
swissinfo und Agenturen
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