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Viele Schweizer Künstlerinnen gingen vergessen – zu Unrecht

Clara Rappard "Chambre des enfants", Öl auf Leinwand, undatiert Bundesamt für Kultur, Bern

Mit Frauenausstellungen wird im Jahr 2019 vielerorts auf Künstlerinnen aufmerksam gemacht. Nicht ohne Grund, denn es gibt Nachholbedarf: Viele Künstlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts gerieten in Vergessenheit – auch in der Schweiz. Wir stellen Ihnen in einer Serie Künstlerinnen vor, die wiederentdeckt wurden oder erst nach ihrem Tod zu Ruhm gelangten.

Dieser Inhalt wurde am 03. Juni 2019 - 14:00 publiziert
Ester Unterfinger (Bildredaktion), Alexandra Kohler (Text)

Clara von Rappard (1857 – 1912)

Autoretrato, oleo sobre tela, 1894 Kunstmuseum Bern

Sie galt Ende des 19. Jahrhunderts als bedeutendste Malerin der Schweiz. Clara von Rappard wuchs in Wabern bei Bern und in Interlaken auf. Clara von RappardExterner Link lernte bei zahlreichen berühmten Künstlern zeichnen und malen, was für eine Frau zu dieser Zeit ungewöhnlich war. Ihre besonderen Kohle- und Kreideportraits waren beliebt und in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, unter anderem um 1890 in Berlin und Paris.

Die damaligen Kritiker lobten ihr Werk. Neben Portraits malte Clara von Rappard Landschaften und Wandbilder und fertigte Zeichnungen sowie Grafiken an. Ihre impressionistische Landschaftsmalerei hob sich stark von anderen, oft nationalistisch geprägten Werken ihrer Zeit ab. Sie zeigte die Berge des Berner Oberlandes im Nebel, mit Schnee und mit unterschiedlichen Wirkungen von Licht und Schatten.

Bis in die 1920er-Jahre wurde Clara von Rappard viel Beachtung geschenkt, danach gerat sie völlig in Vergessenheit. Erst 1999 wurden ihre Bilder wieder ausgestellt. 2012 widmete ihr das Kunsthaus Interlaken zu ihrem 100. Todestag eine Ausstellung.

Wir haben uns die Sichtbarkeit von Künstlerinnen im Schweizer Museumsmarkt genauer in einer umfassenden Datenanalyse angesehen. Diese erscheint am 7. Juni. Melden Sie sich für den Newsletter an, wenn Sie die Reportage per Email erhalten möchten.

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