Grenzüberschreitender Ausstellungs-Zyklus am Oberrhein
Neun Museen am Oberrhein bieten 2001 erstmals einen gemeinsamen trinationalen Ausstellungs-Zyklus an: Die kunst- und kulturgeschichtlichen Museen dokumentieren die Phase des Wandels vor 500 Jahren in der Region Basel-Freiburg-Colmar-Strassburg.
Seit dem Mittelalter ist der Oberrhein als Kulturlandschaft geprägt vom politischen, wirtschaftlichen und geistigen Zusammenwirken dieser benachbart liegenden Städte, wie die Museen am Dienstag (28.11.) mitteilten. Diese Beziehung sei im Verlauf des 15. Jahrhunderts besonders eng geworden.
Die Region habe damals grosse Künstler-Persönlichkeiten angezogen. Die am Oberrhein tätigen Humanisten hätten den Austausch innerhalb der Region intensiviert.
Epochenwechsel
In den Jahren um 1500 traf eine erste Adaption italienischer Renaissance auf eine letzte Blüte niederländisch geprägter Spätgotik. Bereitschaft zur Öffnung für reformatorische Ideen löste altgläubige Frömmigkeit ab.
Romanische und gotische Goldschmiedekunst aus dem Basler Münsterschatz zeigt das Historische Museum Basel. Im Basler Kunstmuseum sind Werke von Hans Holbein des Jüngeren zu sehen.
Das Musée de l’Oeuvre Notre-Dame in Strassburg (F) belegt den mittelalterlichen Bildersturm. Das Unterlinden Museum in Colmar (F) dokumentiert elsässische Kunst im 15. Jahrhundert.
Weiter beteiligt sind in Karlsruhe die Staatliche Kunsthalle und das Badische Landesmuseum (beide zu Kunst und Alltag), in Bruchsal (D) das Schloss (zum Bauernkrieg), in Staufen (D) das Keramikmuseum und in Freiburg im Breisgau das Augustinermuseum (zu Hans Baldung Grien).
swissinfo und Agenturen
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