Karikaturen zur Friedensstiftung
Am Dienstag ist in Genf eine Stiftung gegründet worden, die Presse-Karikaturisten auf der ganzen Welt helfen soll. Das Schweizer Aussenministerium unterstützt die Stiftung, Kofi Annan präsidiert sie.
Der frühere UNO-Generalsekretär Kofi Annan präsidiert die neue gegründete Karikaturisten-Stiftung. Viele politische Illustratoren riskieren nämlich ihr Leben, wie der französische Zeichner Plantu sagt. In Palästina, Algerien, im Sudan, Iran und in China zum Beispiel.
Er und die UNO-Sprecherin Marie Heuzé initiierten die Idee zur Stiftung. Sie geht auf den 16. Oktober 2006 in New York zurück, um gegen die Intoleranz anzugehen.
«Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten weiss um die herausragende Rolle, die der Presse bei der Verteidigung der Menschenrechte zukommt», sagt Botschafter Thomas Greminger, der der politischen Abteilung IV vorsteht.
Die Schweiz schoss 70’000 Franken für die Lancierung des Stiftungs-Projekts «Karikaturen für den Frieden» (Dessins pour la paix) ein.
Der bekannte Westschweizer Karikaturist Chappatte, Gründungsmitglied der Stiftung, erinnert an die Affäre der Mohammed-Karikaturen vor zwei Jahren, die die Presselandschaft wie einen Donnerschlag getroffen habe.
«Wir werden dafür bezahlt, subjektiv zu sein und alle Formen von Macht zu stören», so Plantu, «aber man muss wissen, wie man sich durch die Verbote hindurch bewegt.»
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