Peter Bichsel erhält Preis für grotesken Humor
Der schweizerische Schriftsteller Peter Bichsel ist am Freitag (10.11.) in Kassel (D) mit dem Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet worden.
Die siebenköpfige Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass der 1934 in Luzern geborene Bichsel es in seinen Erzählungen verstanden habe, sowohl heitere als auch melancholische Wirklichkeiten zu schaffen und diese formvollendet und «mit verwegenem Sprachwitz» zu erzählen.
Bichsels Prosa wie «Cherubin Hammer» oder die «Milchmann»-Geschichten seien stets von «skeptischer Menschenfreundlichkeit» begleitet. Eigensinnige und skurrile Figuren wie Sonderlinge, Narren, Trinker oder Kinder bevölkerten die Erzählwelten des Autors.
Mit dem Preis werden seit 1985 jährlich einerseits Schriftsteller geehrt, deren Werk sich mit dem Grotesk-Komischen und Humoristischen im Sinne von Christian Morgenstern, Kurt Schwitters oder Otto Heinrich Kühner beschäftigen. Andererseits wird er an Literaturwissenschaftler vergeben, deren Forschung sich mit diesem Feld beschäftigt.
Bisherige Preisträger waren unter anderem Loriot, Ernst Jandl, Robert Gernhardt, Hans Dieter Hüsch und Max Goldt. Der mit 15.000 Mark dotierte Preis wird von der Stiftung Brückner-Kühner vergeben.
swissinfo und Agenturen
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