Ringier-Konzern: Neue Organisation, steigender Gewinn
Der Medienkonzern erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine deutliche Steigerung von Umsatz und Gewinn. Eine neue Organisation der Konzernleitung soll Konzernchef Michael Ringier entlasten. Die Auflage des "Blick" ging nur leicht zurück.
Der 43-jährige Martin Werfeli wird zum operativen Geschäftsleiter ernannt und löst dabei Marco Solari als stellvertretenden Konzernleiter ab, teilte Ringier am Dienstag (21.11.) mit.
Marco Solari werde für seine neue Aufgabe als operativer Präsident des Filmfestivals in Locarno teilweise freigestellt, bleibe aber zuständig für das Marketing auf Konzernstufe und für die Betreuung wichtiger Kunden.
Auflage beim «Blick» leicht zurückgegangen
Ringier werde im laufenden Jahr Umsatz und Gewinn deutlich steigern, gab das Medienhaus weiter bekannt, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Im vergangenen Geschäftsjahr steigerte Ringier den Gewinn um 43,8 Prozent auf 40,4 Mio. Franken. Der Umsatz wuchs um 5,8 Prozent auf 947 Mio. Franken.
Vor allem die «Blick»-Gruppe habe die Umsätze im Anzeigengeschäft markant gesteigert. Der «Blick» hat in Konkurrenz mit den neuen Gratiszeitungen einen Rückgang bei der Auflage von 1,5 Prozent auf 310’000 Exemplare hinnehmen müssen. Die Einbusse sei jedoch weniger hoch als erwartet.
«Täglich Ran» – ein Sorgenkind
Ringier Europa schreibe bei erneut höherem Umsatz zum ersten Mal schwarze Zahlen. Zur unbefriedigenden Situation bei der Sportsendung «Täglich Ran» auf Sat1, sagte Ringier, dass die Sendung auf jeden Fall noch bis im kommenden Juni ausgestrahlt werde. Der Internet-Bereich soll zudem ausgebaut werden.
swissinfo und Agenturen
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