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Ex-UNO-Waffeninspektor kritisiert USA

Der frühere amerikanische UNO-Waffeninspektor Scott Ritter hat erneut ein allfälliges militärisches Vorgehen der USA gegen Irak kritisiert.

Eine Entwaffnung des Iraks könne nur auf Basis internationalen Rechts erfolgen, sagte Ritter.

Den Vereinigten Staaten stehe es nicht zu, über den Zustand der irakischen Programme für Massenvernichtungs-Waffen zu urteilen, sagte Ritter am Samstag in Berlin. Daher könne Washington auch keine gewaltsamen Konsequenzen ziehen.

Das Streben Washingtons nach einem Sturz des irakischen Machthabers Saddam Hussein habe die internationalen Bemühungen um Waffenkontrollen korrumpiert, sagte Richter. «Eine Entwaffnung Iraks steht nicht zur Diskussion, solange nicht internationales Recht fair angewendet wird», betonte Ritter.

Krieg ab Dezember

Ein Krieg gegen Irak lasse sich jedoch bestenfalls noch vier Wochen lang verhindern, sagte Ritter weiter. Ende November seien die militärischen Vorbereitungen der USA im Nahen Osten voraussichtlich abgeschlossen und nicht mehr rückgängig zu machen.

Mit Luftangriffen auf Irak sei dann Anfang bis spätestens Mitte Dezember zu rechnen. Etwa Anfang Januar könnten dann US-Bodentruppen nach Irak einrücken.

Früher ein Falke

Ritter galt in seiner Zeit als Waffeninspektor als «Falke» und schied 1998 mit der Begründung aus dem Dienst, dass die UNO und die USA ihn nicht genügend in seinem harten Kurs gegenüber Bagdad unterstützten.

In letzter Zeit tat der ehemalige Offizier der US-Marineinfanterie sich jedoch zunehmend mit kritischen Tönen hervor und lehnte einen Angriff auf Irak kategorisch ab. Anfang September war er zu Besuch in Bagdad und bot sich als Vermittler an.

swissinfo und Agenturen

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