Hingis verteidigt Titel beim Canadian Open
Martina Hingis hat ihren Titel beim Canadian Open erfolgreich verteidigt. Im Final von Montreal führte die Weltranglisten-Erste gegen Serena Williams (WTA 7) 0:6, 6:3, 3:0, als die Amerikanerin wegen einer Fussverletzung aufgeben musste.
Hingis ist trotz dieses Erfolges in ihrem letzten Turnier vor dem US Open nicht die Hauptfavoritin für das in einer Woche beginnende Grand-Slam-Turnier in Flushing Meadows. Williams, die bereits die letzten drei Duelle gegen Hingis gewonnen hatte und zwar alle auf Hartplatz, dominierte den ersten Satz und überliess Hingis dabei nur die Statistenrolle. Die Ostschweizerin konnte den powervollen Grundschlägen ihrer Gegnerin oft nur machtlos hinterher schauen und wurde regelrecht vorgeführt.
Für Hingis war dies erst der dritte Satzverlust ohne Gamegewinn in den letzten beiden Jahren, dasselbe Kunststück war nur Jelena Dokic (im unsäglichen Erstrunden-Spiel von Wimbledon 1999) und Lindsay Davenport (im Final von Indian Wells 2000) gelungen.
«Es hätte auch 0:6, 0:6 ausgehen können», zeigte sich Hingis bei der Siegeransprache realistisch. Obwohl sich Hingis ab dem zweiten Satz steigern und vor allem mehr Länge in ihre Bälle bringen konnte, bleibt Williams – in gesundem Zustand – für die Titelverteidigung in New York favorisiert. Das zeigen auch die statistischen Werte. Sie schlug insgesamt 33 Winner gegenüber nur 3 von Hingis, allerdings beging sie auch 32 unerzwungene Fehler (gegenüber 9).
Zweiter Sieg mit Makel
Hingis hat damit erstmals nach Rosmalen und drei Turnieren ohne Sieg wieder triumphiert und ihren 31. Sieg auf der WTA-Tour realisiert. Auch in Holland war ihr Erfolg allerdings mit einem Makel behaftet gewesen, damals hatte Ruxandra Dragomir aufgeben müssen. In der Weltrangliste kann Hingis ihre Spitzenposition nun zementieren, Serena Williams verbessert sich von Rang 7 auf 5.
swissinfo und Agenturen
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