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Mathias Rusterholz beendet seine Laufbahn

Bronze für Rusterholz an den Europameisterschaften 1994 in Helsinki. Keystone

Der 29-jährige 400-m-Läufer Mathias Rusterholz beendet seine Leichtathletik-Karriere. Der Schweizer Rekordhalter sah sich nach jahrelangen Verletzungs-Problemen zu diesem Schritt gezwungen. 1994 gewann er an den EM in Helsinki die Bronzemedaille.

“Die Verletzungen haben mich stark zurückgeworfen, so dass ich den Anschluss an die internationale Spitze nicht mehr fand”, erklärte der in Bern wohnhafte Rusterholz. “Die Gratwanderung zwischen Erfolg und Misserfolg hat tendenziell immer mehr zu einem negativen Ergebnis geführt. Das ist psychisch zu einer Belastung geworden.”

Der Teilriss der Achillessehne Mitte September 2000 im Trainingslager in Runaway Bay an der Gold Coast, Australien, vereitelte schliesslich den Olympiastart mit der Staffel in Sydney. Dieser erneute Rückschlag hat auf der mehrwöchigen Australien-Reise nach den Spielen den Rücktritts-Entscheid definitiv reifen lassen.

1993 hatte der damals 22-jährige Rusterholz seinen ersten von insgesamt fünf Schweizer Meistertitel über die volle Bahnrunde gewonnen. Im Olympiasommer 1996 senkte er kurz vor den Spielen in Atlanta den Schweizer Rekord beim Meeting in Lausanne auf 44,99 Sekunden.

Seit 1995 gehörte er zum Stamm der 4×400-m-Nationalstaffel, mit der er 1998 den 5. EM-Rang erreichte und im WM-Vorlauf 1999 in Sevilla den Rekord auf 3:02,46 verbesserte.

Der Rücktritt von Rusterholz wird Einfluss auf die Diskussionen rund um die 4×400-m-Staffel haben: Nachdem auch der Genfer Laurent Clerc (28) schon mehrfach seinen Rücktritt angekündigt hatte, fehlen künftig zwei Routiniers.

swissinfo und Agenturen

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