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Nein zum Krieg in Irak

Die USA im Visier des Demonstrationszuges in Bern gegen einen möglichen Irak-Krieg. Keystone

"Kein rotes Blut für schwarzes Gold" und "Kein Krieg im Namen der Menschenrechte": Mit solchen und ähnlichen Slogans haben in Bern mehrere tausend Menschen gegen einen möglichen Krieg im Irak protestiert.

Die Kundgebung verlief weitgehend friedlich.

Laut den Organisatoren nahmen 5000 Personen an der Demonstration vom Samstag teil. Nur etwa halb so viele Demonstrierende waren es laut der Stadtpolizei Bern.

Die bewilligte Kundgebung besammelte sich auf dem Helvetiaplatz und zog von dort im Dauerregen auf den Bundesplatz.

Bündnis gegen Krieg

Aufgerufen zur Demonstration hatte das von der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA) organisierte «Bündnis gegen Krieg». Es vereinigt zahlreiche Friedens- und Menschenrechts-Organisationen, Parteien wie die SP und die Grünen, Gewerkschaften sowie irakische Oppositions- und Exilorganisationen.

Zu den Rednern auf dem Bundesplatz gehörte der in Bagdad geborene und in der Schweiz lebende Filmemacher Samir. Er machte aus seiner Abneigung gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein keinen Hehl, verurteilte aber ebenso den Versuch der USA, der Weltgemeinschaft ihren Willen aufzuzwingen.

Das irakische Volk sei von jahrelangen Sanktionen ausgehungert und verzweifelt, begründete das «Bündnis gegen Krieg» sein Anliegen. Der Krieg gegen den Irak sei auch mit einem allfälligen Mandat der UNO abzulehnen. Er würde «die Durchsetzung von westlichen Macht- und Wirtschaftsinteressen» bedeuten.

USA im Visier der Kritik

Ein Krieg gegen Bagdad diene lediglich den strategischen Zielen und Erdöl-Interessen der USA, wurde an der Kundgebung behauptet. Gefordert wurde sodann das Recht auf Selbstbestimmung für alle Bevölkerungen in der Region, insbesondere für Kurden und Palästinenser.

Auf einem Flugblatt des Kurdischen Menschenrechtsvereins wurde der amerikanischen Regierung vorgeworfen, «ein Spiel mit den Unterdrückten zu spielen». So hätten die USA erst drei Jahre nach Saddam Husseins Giftgas-Angriff gegen die kurdische Zivilbevölkerung Stellung bezogen.

Auf anderen Flugschriften war zu lesen: «Gestern Afghanistan – heute Irak – morgen?» Weiter wurden die geltenden UNO-Sanktionen gegen den Irak angeprangert, die, mit Bezugsnahme auf einen UNICEF-Bericht, seit 1991 über eine halbe Million Kindern das Leben gekostet hätten.

Für Polizei ohne Probleme

Nach Angaben der Stadtpolizei Bern verlief die Kundgebung ohne nennenswerte Probleme. Für den Verkehr sei es während des Aufmarschs zu kleineren Wartezeiten gekommen. Auch der öffentliche Verkehr musste für kurze Zeit umgeleitet werden.

Zwei Personen wurden von der Polizei angehalten, weil sie das Bundeshaus mit Flaschen beworfen hatten. Sie wurden nach Überprüfung der Identität wieder entlassen.

swissinfo und Agenturen

5000 Kundgebungs-Teilnehmer laut Organisatoren

2500 gemäss Polizei

Organisiert wurde die Demo von einem breiten «Bündnis gegen Krieg»

USA im Zentrum der Kritik an der Kundgebung

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