Paolo Della Santa für Sydney qualifiziert
Paolo Della Santa musste sich am Samstag (29.07.) an den Schweizer Leichtathletik- Meisterschaften in Lugano über 110 m Hürden zwar von Raphael Monachon geschlagen geben, schaffte jedoch mit 13,62 Sekunden die Qualifikation für die Olympischen Spiele.
Noch schneller als Della Santa war jedoch Raphael Monachon, der in 13,61 die Limite erstmals unterbot. Monica Pellegrinelli (100 m Hürden/13,28), Ruben Kiefer (Drei/15,21) und Terry McHugh (Speer/81,22) sorgten am ersten Tag der Titelkämpfe für drei Schweizer Saisonbestleistungen.
«An die Limite habe ich gar nicht gedacht», sagte ein enttäuschter Paolo Della Santa, nachdem er im Final nur Zweiter geworden war. «Vor dem eigenen Publikum wollte ich gewinnen «, sagte der 27-jährige Tessiner, der im Halbfinal bei zu starkem Rückenwind in 13,45 Sekunden gestoppt worden war.
Der 37-jährige Terry McHugh verteidigte im Speerwerfen mit der Saisonbestweite seinen Titel erfolgreich. Der seit fünf Jahren für den TV Unterstrass startende Ire hätte mit 81,22 Metern die Schweizer B- Olympia- Limite von 80 Metern übertroffen.
Gleich zwei Medaillen holte Ruben Kiefer. Nach seiner Saisonbestleistung im Dreisprung (15,21 m im 5. Versuch) wurde der 26-jährige Basler im Hochsprung mit 2,06 m Dritter. Der Sieg ging mit 2,20 m an Martin Stauffer. Der Bieler scheiterte dann an der Olympia-Limite von 2,26 m.
Stark gefordert wurde Monica Pellegrinelli im 100-m-Hürdenfinal der Frauen von Nadia Weber (2.). Die bereits 35-jährige Tessinerinverbesserte bei ganz leichtem Rückenwind ihre Saisonbestzeit um acht Hundertstel auf 13,28 Sekunden. Damit blieb sie bei ihrem dritten Hürden-Titel nur 0,03 Sekunden über ihrer persönlichen Bestmarke aus dem Jahr 1991. Zur Olympia-Limite fehlen allerdings noch 18 Hunderstel.
Im 100-m-Final siegte Daniel Dubois bei einem zu starken Rückenwind von 2,7 m/s in 10,26 Sekunden. Schon im Halbfinal war der 29-jährige LCZ-Sprinter in 10,31 gestoppt worden. Auch da war die Windunterstützung zu gross (2,2 m/s). Pech hatte Cédric Grand, der im Final mit einer Zerrung im linken Oberschenkel ausschied. Bei den Frauen holte sich die 26-jährige Martina Feusi (LC Zürich) in 11,67 Sekunden (RW 2,5 m/s) erstmals die Goldmedaille.
swissinfo und Agenturen
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