Schweizer Handballer gewinnen gegen Ukraine
Die Schweizer Handball-Nationalmannschaft ist mit einem Sieg zum WM-Playoff gestartet. Vor 2300 Zuschauern bezwangen sie die ukrainische Landesauswahl 20:17 und wahrten sich damit die Chancen auf eine Teilnahme an der WM-Endrunde 2001 in Frankreich.
Bis zum letzten Viertel liessen sich die ungemein hartnäckigen Gäste von den Schweizern nicht distanzieren, obschon diese in der Schlussphase den Druck nochmals merklich erhöht hatten. Erst in den verbleibenden zwölf Minuten vermochten Baumgartner und Flügelspieler Markus Keller, der mit Abstand stärkste Akteur der SHV-Auswahl, innerhalb von 240 Sekunden eine erstmalige Dreitore- Führung herauszuschiessen.
Zweimal (56./58.), in beiden Situationen hatte der fehlerlose Keller getroffen, betrug der Vorsprung gar vier Treffer. Dass die Osteuropäer in der packenden Schlussphase den Anschluss nicht mehr fanden, lag im Wesentlichen in der starken Darbietung von Christian Meisterhans begründet: Der Schaffhauser Goalie parierte zwischen der 48. und der 52. Minute, als seine Vorderleute die Entscheidung herbeiführten, einen Penalty von Nat, hielt gar dessen Nachschuss und wehrte einen weiteren Ball in extremis ab.
Raum zur Steigerung gibts, auch wenn Mühlethaler von einer nahezu optimalen Performance sprach, im offensiven Part. Da leistete sich am Anfang vorab Baumgartner und Robbie Kostadinovich zu viele Fehler. Kostadinovich, der überdies das Handicap einer Fersenprellung zu tragen hatte, schloss oft zu überhastet ab; seine Bilanz von fünf Fehlschüssen entsprach keineswegs den Leistungen, die der Suhrer Regisseur zuletzt in Norwegen und Deutschland geboten hatte. Vorausgesetzt, seine Schmerzen im Fuss klingen wieder aber, ist von Kostadinovich in Saporoschje deutlich mehr zu erwarten.
Die zeitweilige Baisse seiner Teamleader (Kostadinovich, Baumgartner) änderten aber nichts daran, dass Coach Mühlethaler nach 60 überaus intensiven Minuten und einem letztlich hart erkämpften Sieg einfach froh war, «dass die Mannschaft eigentlich fast alles richtig gemacht hat». Ein so genanntes «Perfect Game» gebe es im Handball nicht, gab Mühlethaler zu bedenken, in der einen oder anderen Szene könne man immer noch etwas verbessern. «Im Allgemeinen haben wir aber schon die Leistung gezeigt, die wir derzeit produzieren können. An der Ausgangslage habe sich aber nichts geändert: «Es liegt noch ein sehr hartes Stück Arbeit vor uns.»
swissinfo und Agenturen
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