TdF: Zabel gewinnt die längste Etappe
Die Durststrecke für Erik Zabel ist endlich vorbei. In der vorletzten und längsten Etappe der diesjährigen Tour de France feierte der deutsche Sprintstar seinen ersten Tagessieg seit mehr als drei Jahren. Leader Lance Armstrong bleibt ungefährdet.
Zabel setzte sich im Spurt des Feldes nach 254,5 Kilometer in Troyes vor dem Australier Robbie McEwen und dem Holländer Jeroen Blijlevens durch.
In Troyes kam es zum ersten Massensprint seit der 5. Etappe. Gian Matteo Fagnini, Zabels Helfer auf der Zielgeraden, bereitete dem 30-jährigen Deutschen den Spurt wie gewohnt mustergültig vor. Zabels Mannschaft kam zugleich zum ersten Etappensieg in dieser Tour, nachdem das Team Deutsche Telekom in dieser Woche zunächst mit vier zweiten Plätzen hatte vorlieb nehmen müssen. Für Zabel war es der insgesamt achte Etappenerfolg in der Tour de France. Er hat nun auch das Grüne Trikot auf sicher. Zabel ist der erste Fahrer, der fünfmal in Folge die Punktewertung der Tour de France gewinnt.
Für einmal misslang eine Flucht. Der im Zielort geborene François Simon wurde allerdings erst 2 Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt. Zuvor war Simon während rund 100 Kilometern mit dem Polen Grégory Gwiazdowski und Landsmann Sébastien Hinault in einer Vorhut unterwegs gewesen. Aber dem Tempoforcing der Sprintermannschaften Telekom (Zabel), Polti (Blijlevens) und Fram Frites (McEwen) vermochte das Trio nicht zu widerstehen.
Leader Lance Armstrong blieb ungefährdet. Die Schweizer Markus Zberg und Roland Meier vermochten im Finale dem Spitzenfeld nicht mehr zu folgen und wurden abgehängt.
swissinfo und Agenturen
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