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Tennis: Es wird keinen Schweizer Sieg geben

Michel Kratochvil hat ers nicht geschafft und schied gegen den Tschechen Jiri Novak aus. Keystone

Das Gstaader UBS Open muss weiter auf den ersten Schweizer Sieger seit Heinz Günthardt 1980 warten. Michel Kratochvil verlor den Viertelfinal gegen Jiri Novak 4:6, 2:6. Wahrscheinlich bleibt das Turnier wie in neun der letzten zehn Jahre in spanischer Hand.

Michel Kratochvil (ATP 73) konnte gegen Jiri Novak (ATP 40) die Topleistung vom Vortag nicht wiederholen. Der Aufschlag-Return, der gegen Juan Balcells noch sein Paradeschlag gewesen war, liess den Berner nur 24 Stunden später im Stich. In den ersten vier und den etzten drei Aufschlagspielen von Jiri Novak konnte Kratochvil total nur vier Punkte verbuchen.

Dazwischen lagen jene Minuten, während denen Michel Kratochvil seine Chancen erhielt. In der Schlussphase des ersten Satzes, als er besser ins Spiel fand, wehrte er vier Satzbälle ab, konnte aber das 4:6 nicht mehr verhindern. Im zweiten Satz ging der Schweizer mit seinen einzigen Breakmöglichkeiten 2:0 in Führung. Novak gewann danach aber sechs Games hintereinander.

«Bitter war, dass ich nach dem Break zum 2:0 ein ganz schwaches Game spielte», so Kratochvil. Mit je zwei vermeidbaren Eigenfehlern und Doppelfehlern «schenkte» er Novak das Re-Break. Danach besass Kratochvil nur beim Stand von 2:2 noch einen Spielball.

Frustriert war der 22-jährige Berner trotz der Niederlage nicht: «Ich habe viel probiert und alles gegeben. Ich brauche mir keine Vorwürfe zu machen. Novak dagegen hat zwei Sätze lang alles richtig gemacht.»

Ferrero und Corretja

Die ersten Anwärter auf den Titel sind vor dem Finalwochenende zwei Spanier: Juan Carlos Ferrero (ATP 5) und Alex Corretja (ATP 9). Ferrero hat auf Sand 30 seiner 33 Einzel gewonnen. Nur Gustavo Kuerten war auf Sandplätzen ebenso erfolgreich. Gstaad war für Corretja aber bislang ein besseres Pflaster als für den 21-jährigen Ferrero.

Der steht im Saanenland erstmals im Halbfinal, nachdem er bei der ersten Teilnahme gleich im Startspiel verloren hatte. Alex Corretja hat das UBS Open 1998 und 2000 gewonnen und könnte mit einem dritten Triumph den Siegerpokal endgültig mit nach Hause nehmen.

Corretjas Halbfinalqualifikation war am Freitag lange gefährdet. Zwei Stunden und 44 Minuten benötigte er, um Ivan Ljubicic im bisher längsten Turnierspiel mit 6:3, 6:7 (4:7), 6:3 zu bezwingen.

swissinfo und Rolf Bichsel (sda)

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