UEFA-Cup: St. Gallen out
Der FC St. Gallen hat im UEFA-Cup-Rückspiel der 2. Runde vor 16'066 Zuschauern im ausverkauften Zürcher Hardturm gegen den SC Freiburg 1:4 verloren.
St. Gallen vermochte die Chancen nicht zu nutzen und unterlag dem im Abschluss effizienten Bundesligisten klar. Die Ostschweizer sind damit trotz dem 1:0-Auswärtssieg mit dem Gesamtskore von 2:4 ausgeschieden.
Dabei hatte am Anfang alles gut angefangen: Captain Marc Zellweger brachte St. Gallen in der 8. Minute mit einem Kopfball via Lattenunterkante in Führung. Zanni hatte mit einem Eckball auf den vorderen Pfosten den Führungstreffer vorbereitet.
Freiburgs Reaktion fiel aber heftig aus. Der Georgier Zkitischwili (11.) glich nach einem Freistoss von But zum 1:1 aus, und der Tunesier Sellimi (37.) verwertete mit dem Kopf nach einer herrlichen Ballstafette über drei Stationen zum 1:2-Halbzeitstand.
Während Mokoena, Zellweger und Guido nach dem Wechsel das 2:2 verpassten, sorgte der Russe But (75.) mit einer Direktabnahme für die Entscheidung. Das 1:4 des überragenden deutschen Jung- Internationalen Kehl (82.) war nur noch eine Zugabe der Breisgauer, die sich über beide Spiele als die spielstärkere und vor allem reifere Mannschaft erwiesen.
Gute, aber erfolglose Kämpfer
Der FC St. Gallen kämpfte grossartig, gab keinen Ball verloren und gab alles, konnte aber im Abschluss und teils auch technisch und tempomässig mit dem Gegner nicht mithalten.
Das Verdikt im Rückspiel ist für die Mannschaft von Trainer Marcel Koller brutal und widerspiegelt das Kräfteverhältnis nicht.
Somit bleiben die Young Boys (1959), der FC Zürich (1977) und die Grasshoppers (1978) die einzigen Schweizer Klubs, denen es gelang, deutsche Gegner im Europacup zu eliminieren.
In 22 Duellen zog mit dem FC St. Gallen der 19. Schweizer Vertreter das kürzere Ende. Im Vergleich zwischen Schweizer Klubs und Bundesligisten (ohne frühere DDR-Mannschaften) steht es sogar 1:13. Für das einzige Schweizer Erfolgserlebnis sorgte GC gegen Eintracht Frankfurt.
swissinfo und Peter Wyrsch (Si)
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