Weltklasse-Golf im Wallis: European Masters Crans-Montana
Das European-Masters in Crans-Montana bietet bis zum Sonntag (10.09.) hochwertigen Golfsport. Mit am Start sind die drei zur Zeit besten Spieler Europas: Thomas Björn (Dänemark), Darren Clarke (Nordirland) und Lee Westwood (England).
Björn, Clarke und Vorjahressieger Westwood sind als 28- bis 30-Jährige Vertreter der jüngeren Profi-Generation. Die beiden Briten haben gute Aussichten, in dieser Saison die europäische Preisgeld-Jahreswertung zu gewinnen und damit die sieben Jahre dauernde Alleinherrschaft des 37-jährigen Schotten Colin Montgomerie – er fehlt heuer in Crans – zu beenden.
Von den Dreien ist Björn am besten in Form. Er gewann am Wochenende das Turnier in München-Eichenried mit 21 Schlägen unter Par und triumphierte damit zum fünften Mal auf der Europa-Tour. Björn hat das Potential, bald ein grosses Turnier zu gewinnen. Die letzten zwei, von Tiger Woods gewonnenen Major-Events, beendete er als Zweiter (British-Open) und Dritter (US-PGA-Championship).
Auch alternde Stars gehen auf dem Walliser Hochplateau an den Start, so Nick Faldo (sechs Major-Siege) und Dauergast Severiano Ballesteros (fünf Major-Siege).
Quirici hofft auf Finalrunden-Qualifikation
Die Schweizer Hoffungen ruhen in erster Linie auf Paolo Quirici. Der 32-jährige Tessiner hat sich in dieser Saison nach zahlreichen guten Platzierungen die Tourkarte für die kommende Saison bereits im Juli gesichert, so früh wie nie zuvor. In den letzten Jahren hatte Quirici in Crans allerdings kein Glück: Seit 1996 verpasste er ausnahmlos den Cut für die beiden Finalrunden.
Ohne Tiger Woods
Superstar Tiger Woods wird in Crans-Montana nicht starten. Woods jettet in der Regel nur nach Europa, wenn ihm eine Antrittsgage von einer Mio. Dollar garantiert wird. Diesen Luxus leisteten sich in diesem Jahr einzig die Veranstalter des Turniers in Hamburg.
Kein «Appearence Money»
Solche Summen nehmen die Veranstalter von Crans-Montana um OK-Präsident Gaston Barras nicht in die Hand, zumal die Renovation des Par-71-Kurses in den letzten Jahren rund zwei Millionen Franken gekostet hat. Auch ohne «Appearence Money» ist das European Masters mit einem Budget von acht Mio. Franken der zweitgrösste Schweizer Sportanlass nach den Davidoff-Swiss-Indoors in Basel und zusammen mit der Swisscom-Challenge in Kloten.
Mit dem European-Masters beginnt für Europas Golfer die einjährige Qualifikationsperiode im Ryder-Cup. Der nächste Kontinentalwettkampf zwischen Amerika und Europa findet im September 2001 in Belfry bei Birmingham statt.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch