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ZSC Lions – Ambri: 1:3

Ambri's Torhüter Lorenzo Barenco wehrt einen Angriff von ZSC's Paolo Duca ab. Keystone

Innerhalb von nur 19 Stunden feierte Ambri auch beim zweiten Duell mit Zürcher Beteiligung einen verdienten Sieg. Nach Kloten (1:2) fanden auch die schwachen ZSC Lions kein Mittel, die Tessiner in die Schranken zu weisen.

Die Zürcher Lions unterlagen wegen zwei Gegentreffern durch Marco Bayer und Manuele Celio, der ins leere Tor traf, in der Schlussminute 1:3.

Das Zürcher Publikum wähnte sich lange Zeit im falschen Film. Noch am Vorabend hatte der ZSC gegen den Leader Lugano phasenweise begeisternd aufgespielt, gegen Ambri, einen Widersacher von weitaus bescheidenerem Format, gelang hingegen kaum etwas Konstruktives.

Lions-Coach Larry Huras stand die Zornesröte im Gesicht: «Wir haben zu viele Spieler ohne Herz. Profis geben in jeder Partie alles, das war heute leider nicht der Fall.»

Einziger ZSC-Lichtblick war Petri Varis‘ erster NLA-Treffer zum 1:0. Noch vor Ablauf des Mittelabschnitts glich Demuth (35.) aus, nachdem seine Mitspieler zuvor mehrfach am glänzenden Zürcher Hüter Sulander gescheitert waren.

Ambri trat schnörkellos auf. Sowohl in der Defensive als auch im Angriff packten die Tessiner resolut zu. «Wir hingegen zeigten russisches Ballett», mokierte sich Huras, «ein Spiel ohne körperliche Härte, ohne Hunger, einfach enttäuschend.» Der Leistungsabfall im Vergleich zum 5:2-Sieg gegen Lugano sei unerklärlich.

Erfolgreiches Rapperswil-Jona

Zwei Treffer Reuilles innerhalb von 30 Sekunden besiegelten Churs Schicksal in der 40. Minute und ebneten Rapperswil den Weg zum vierten Erfolg in Serie. Die 3:5-Niederlage war aus Sicht der weiterhin punktelosen Bündner aber keinesfalls zwingend.

Roths Ausgleich zum 1:1 (29.) hatte sich der Tabellenletzte bis zu jenem Zeitpunkt mehr als verdient. Die Gastgeber bestimmten die Gangart, dominierten Rapperswil teils krass. Einzig die erneut mangelnde Effizienz hätte Trainer Wikegard bemängeln können; diesbezüglich versagten in erster Linie seine beiden schwedischen Landsleute Gahn und Witehall, die teils geradezu stümperhaft an Berger gescheitert waren.

Abgeklärtes Lugano

Ein abgeklärtes Lugano feierte beim bislang überraschenden Zug einen verdienten 6:3-Sieg. Conne und Dubé waren Doppeltorschützen. Die erstmalige Rückkehr der Ex-Zuger Sutter und Rötheli entfachte dabei aber weder auf noch neben dem Eis Emotionen.

Das in der Abwehr mangelhafte Zug ging zu Beginn des zweiten Drittels durch Tancill und Ramholt 2:1 in Führung und kam wieder durch Tancill nach 50 Minuten noch einmal auf 3:4 heran, kassierte aber dennoch die zweite Heimniederlage. Denn die Tessiner bewahrten in den kritischen Phasen einen kühlen Kopf.

Davoser Moral imponierte

Davos erzwang in Kloten im Finish dank Toren von Paterlini und Bohonos ein 3:3 und damit am Ende einen Punktgewinn. Für Kloten war Nilsson zweimal erfolgreich. Die Zürcher waren in der ersten Spielhälfte die bessere Mannschaft, anschliessend verdienten sich die Bündner den Punktgewinn mit ihrer Kampfmoral aber redlich.

Die Davoser Schnörkellosigkeit wurde im ersten Drittel von Klotens läuferischen Qualitäten dominiert. So gesehen waren die Gäste mit einem 0:2 nach 20 Minuten noch gut bedient. Klotens Nachlassen war mitunter auf den früheren Ausfall von O’Sullivan (18./Hirnerschütterung) zurückzuführen. Dennoch erwies sich die Defensive bis weit ins Schlussdrittel hinein als stabil.

swissinfo und Agenturen

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