Zum 5. Mal Weltmeister
Michael Schumacher hat den Grossen Preis von Frankreich gewonnen und ist damit Formel-1-Weltmeister. Die Sauber-Fahrer hingegen hatten mit Problemen zu kämpfen.
Der Ferrari-Fahrer gewann Magny- Cours den Grand Prix von Frankreich vor Kimi Räikkönen, David Coulthard, Juan Montoya und Ralf Schumacher. In den restlichen sechs Saisonrennen ist er nun nicht mehr einzuholen.
Eine Zeitlang hatte es in Magny-Cours nicht danach ausgesehen, dass die Entscheidung in der Weltmeisterschaft schon fallen würde. Schumacher war nach dem ersten Boxenstopp ein Fehler unterlaufen, der ihn vorübergehend die Führung gekostet hatte. Der Deutsche überfuhr an der Boxenausfahrt die Sicherheitslinie und wurde dafür mit einer zusätzlichen Passage durch die Boxenstrasse bestraft.
Die entscheidende Episode geschah in der fünft letzten der 72 Runden. Der in Führung liegende Räikkönen geriet in der Haarnadelkurve auf einer Ölspur vom guten Weg ab. Der Finne musste Schumacher passieren lassen und verlor ein Rennen, das ihm den ersten GP-Sieg hätte bescheren können.
Kein Glück für Massa und Heidfeld
Die ominöse Sicherheitslinie bei der Boxenausfahrt wurde auch Ralf Schumacher, David Coulthard und Felipe Massa zum Verhängnis. Die Konsequenzen waren die selben: befohlene Boxendurchfahrt.
Massa erwischte auch sonst einen schlechten Tag. Mit einem krassen Fehlstart hatte der Brasilianer im Sauber-Petronas vier Autos überholt. Auch dafür büsste er mit der sogenannten Drive-trough-Strafe. Dadurch geriet er so weit ins Hintertreffen, dass ein weiterer Zwischenfall, der zum Ausscheiden führte, eigentlich keine Rolle mehr spielte.
Beim zweiten Boxenstopp kam es zu einem Missverständnis zwischen Massa und den Mechanikern. «Bei der Wegfahrt ist an der Gangschaltung oder im Getriebe irgend etwas gebrochen», vermutete Massa, dessen ohnehin leicht wacklige Position im Team dadurch nicht sicherer wurde.
Nick Heidfeld versuchte derweil das Sauber-Team mit einem Punktgewinn zu entschädigen, musste sich aber schliesslich mit dem 7. Rang vorlieb nehmen. So weit nach vorne kam der Deutsche freilich nur, weil die bei Halbzeit des Rennens noch deutlich vor ihm platzierten Jarno Trulli und Eddie Irvine ausfielen.
Im Hintertreffen
In der Teamwertung geriet Sauber gegenüber Renault um einen weiteren Punkt ins Hintertreffen, weil Jenson Button Sechster wurde. Wie Heidfeld musste sich auch der Engländer überrunden lassen.
Weit besser als erwartet schlug sich das McLaren-Mercedes-Team mit den Plätzen 2 und 3, wogegen Montoya als Vierter und Ralf Schumacher als Fünfter mit den Williams-BMW leicht enttäuschten.
Der Kolumbier vermochte zum fünften Mal in Folge die Pole-Position nicht in einen Sieg umzumünzen. Die Michelin-Reifen erwiesen sich im Rennen auch diesmal als weniger leistungsfähig als im Qualifying. Nach GP-Siegen steht nach elf Rennen 9:2 für Bridgestone, und nach WM-Punkten 151:135.
swissinfo und Hans Hug (Si)
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