Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

HANNOVER/MOSKAU (awp international) - Der russische Tui-Grossaktionär Alexej Mordaschow strebt bei Europas grösstem Reisekonzern eine Sperrminorität an. Geplant sei "eine Aufstockung des Anteils auf 25 bis 30 Prozent", sagte der Vizepräsident von S-Group Capital Management, Maxim Schemetow, der Nachrichtenagentur dpa am Montag in Moskau. In der vorigen Woche seien entsprechende Anträge bei den Kartellämtern in Deutschland und Österreich eingereicht worden.
S-Group Capital Management ist die Dachgesellschaft der S-Group Travel Holding, der Beteiligungsgesellschaft des Stahlmilliardärs Mordaschow. Zuvor hatte die österreichische Wettbewerbsbehörde mitgeteilt, der russische Grossaktionär solle von jetzt etwa 18 auf über 25 Prozent aufgestockt werden.
Die Tui-Konzernzentrale in Hannover äusserte sich nicht. Die Börse reagierte positiv: Die Tui-Aktie legte bis Montagnachmittag um gut sechs Prozent auf über acht Euro zu.
Über eine Aufstockung war mehrfach spekuliert worden. Vor allem in der Auseinandersetzung mit dem anderen Grossaktionär, dem streitbaren norwegischen Reeder John Fredriksen, hatte Mordaschow der Tui-Spitze in den letzten Jahren den Rücken gestärkt. In den Hauptversammlungen hatte es immer wieder turbulente Auseinandersetzungen mit Fredriksen gegeben, der die Tui-Führung um Konzernchef Michael Frenzel massiv kritisierte und deren Absetzung forderte.
Frenzel und Mordaschow wollen gemeinsam den russischen Markt für Reiseveranstalter erobern, in dem sie grosse Wachstumschancen sehen. Die Tui-Tochter TUI Travel und Mordaschows S-Group waren vor gut einem Jahr mit einem Gemeinschaftsunternehmen in Russland an den Start gegangen. Daran ist Tui Travel mit 49 Prozent beteiligt.
Seit Anfang dieses Jahres ist in Russland die neue Dachmarke Tui Russia etabliert. Das Joint Venture von Tui Travel und der S-Group ist mit 75 Prozent an den russischen Reiseveranstaltern Mostravel und VKO sowie an dem ukrainischen Veranstalter Voyage Kiew beteiligt. Tui war schon seit längerem mit 34 Prozent an Mostravel beteiligt./emt/bvi/DP/dc

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???