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Morten Keller nach Frühpensionierung mehr öffentlich präsent

Keystone-SDA

Der 60-jährige Ehemann von Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter ist nach seiner Frühpensionierung "ein bisschen aus dem Schatten herausgetreten". Zuvor sah Morten Keller seine Rolle als "Unsichtbarer für die Öffentlichkeit", wie er der "Neuen Zürcher Zeitung" sagte.

(Keystone-SDA) Seit dem letzten Jahr ist der Arzt, Rechtsmediziner und Psychiater früh pensioniert. Schon vor der Wahl von Keller-Sutter 2000 in den St. Galler Regierungsrat sei er es gewohnt gewesen, unter der Woche abends zwei- bis dreimal allein zu Hause zu sein, so der Ehemann der Bundespräsidentin. Nach der Wahl sei sie jeden Abend und jedes Wochenende weg gewesen.

«Ich war immer der Chauffeur. So konnte ich Zeit mit Karin verbringen», sagte Morten Keller. Auch in seiner Arbeit habe es nach dieser Wahl eine Veränderung gegeben: «Ich war damals Leiter der Forensik der Psychiatrie in Wil. Eigentlich eine Lebensstelle, der Bereich ging neu auf».

Seine Frau und er hätten befürchtet, dass es Kollisionen geben könnte zwischen ihrer und seiner Tätigkeit. Er sei dann schweren Herzens aus Wil weggegangen. In Zürich habe er ein zweites Mal beruflich Fuss gefasst, im Institut für Rechtsmedizin, als Zürcher Stadtarzt und dann als Leiter der Städtischen Gesundheitsdienste. «Ich habe beruflich Sachen erreicht, die ich mir nie hätte vorstellen können. Ich durfte ein absolut cooles Leben führen», bilanziert Morten Keller.

Seine Frau und er würden inzwischen «immer und überall erkannt». Das sei auch der Grund, warum sie jeweils in den Niederlanden Ferien machten. Das Risiko, dort erkannt zu werden, sei nämlich gering.

Er denke, dass seine Frau wohl nicht bald als Bundesrätin abtreten werde. Sie sei aber bereits seit 1988 politisch im Fokus und «irgendwann ist auch genug».

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