Made in Ticino

Als Auswuchs der Globalisierung schaffte die Coronakrise auch in der Schweiz ein neues Konsum-Bewusstsein. Lokales gewann an Attraktivität und Handgemachtes erhielt neuen Schwung. Ein Beispiel dafür liefern drei Freunde aus dem Tessin.

Nora Hesse

Die Schwestern Veronica und Valeria Panizza und ihr Kollege Damiano Merzari beschlossen bereits im Frühling 2019, einen Container am Seeufer von Lugano aufzustellen, um dort Produkte von jungen Tessinern zu verkaufen: Kleider, Schuhe, Seifen oder Grafiken auf T-Shirts und Badetücher. Im Angebot sind auch die typischen Tessiner Boccalini, kleine Weinkrüge aus Ton, selbstgemacht und im neu interpretierten Design.

Am Anfang stand Eigenbedarf, wie Veronica Panizza erzählt: "Ursprünglich wollten wir nur selbst schöne Tessiner Produkte zu Hause haben. Wir haben viel recherchiert, dann begannen wir selber zu produzieren und Freunde und Bekannte zu kontaktieren, von denen wir wussten, dass sie schöne Gegenstände herstellten.“ Die Souvenirs verkauften sich sehr gut, aber zum Lebenserwerb würde es nicht reichen. "Es ist kein lukratives Geschäft und wir alle gehen normalen Jobs nach."

swissinfo.ch


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