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#swisshistorypics "Chäs u Chole"

Stattliche Höfe, prächtige Kühe, stolze Käser, fröhliche Heidelbeerpflückerinnen und Kohlearbeiter – Johann Schärs fotografische Dokumentation einer geordneten, eher wohlhabenden Welt ist von einer Qualität und Dichte, für die es für den Zeitraum Anfang des 20. Jahrhunderts in der Schweiz nichts Vergleichbares gibt.

Die Dokumentation des Kohle-Tagebaus in Gondiswil und Umgebung mit ästhetisch eindrücklichen Bildern ist in der Schweiz einzigartig. Das Kunsthaus Langenthalexterner Link zeigt erstmals einen umfassenden Überblick über Schärs Schaffen, das Resultat einer aufwendigen Aufarbeitung eines spektakulären Fundes von tausenden von Glasnegativen, Abzügen, Alben und Ansichtskarten.

Johann Schärs Fotografien des ländlichen Lebens des frühen 20. Jahrhunderts faszinieren. Manches wirkt vertraut, anderes sehr fremd. Zu vielen von Schärs Fotografien sind nur wenige oder keine Informationen überliefert. Dennoch erzählen sie uns erstaunliche Geschichten, während wir uns beim Betrachten der vielen Details die Lebenswelt und die Lebensgeschichten der Abgebildeten vorzustellen versuchen.

Der Landwirt und Bannwart Johann Schär (1855–1938), genannt "Dängi Hannes", begann um 1900 als Autodidakt zu fotografieren. Während knapp 40 Jahren dokumentierte er das bäuerliche Leben der Gemeinden im Oberaargau, die es mit Käse und Kohle zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht hatten.

In vielen von Schärs Bildern spürt man die Erhabenheit des Moments, das Bewusstsein der Kamera und dem Fotografen gegenüber zu stehen, sich abbilden zu lassen, für die Ewigkeit. Selbstbewusst posieren junge Frauen in ihrer Sonntagskleidung während der "Dängi Hannes" sein Bild präzise komponiert, manchmal auch mit einer sichtbaren Portion Humor, wenn er eine junge Frau im Männeranzug oder als Postbote kostümiert abbildet. 

Das Buch zur Ausstellung externer Link