Nidwaldner Landrat nimmt Regierung bei Spital-Neubau in die Pflicht
Der Nidwaldner Landrat fordert vom Regierungsrat, sich beim Neubau des Kantonsspitals für ein passendes Angebot einzusetzen. Dies äusserten Mitte, FDP und GLP in ihren Voten zum Geschäftsbericht der Spital Nidwalden Immobilien-Gesellschaft (SNIG).
(Keystone-SDA) Christina Amstutz (GLP) sagte im Landrat, nun habe der Kanton die Chance, ein «Leuchtturmprojekt» zu realisieren. Der Neubau soll die richtigen Dienstleistungen am richtigen Ort in der richtigen Grösse anbieten.
Auch Remo Zberg (FDP) und Mario Röthlisberger (Mitte) verlangten vom Regierungsrat, er solle eine aktive Rolle in der Planung einnehmen. Die Angebote des Spitals, das zur Luzerner Luks-Gruppe gehört, seien im Kanton zu behalten, sagte Röthlisberger. Überdies werde die breite Standortsuche begrüsst. Der Landrat sagte nach wenigen Wortmeldungen einstimmig Ja zum Geschäftsbericht und der Jahresrechnung der SNIG, die vollumfänglich in Kantonsbesitz ist.
Die Neubaupläne gab die SNIG im Dezember bekannt. Zugleich brach sie ein Ergänzungsprojekt für ein neues Ambulatorium ab. Dadurch kam es in der Jahresrechnung zu einer ausserordentlichen Abschreibung von rund zwei Millionen Franken. Gleichwohl schloss die Gesellschaft das Jahr mit einem kleinen Überschuss von 0,6 Millionen Franken ab. Das Eigenkapital veränderte sich kaum und beträgt rund 75,1 Millionen Franken.
Die Realisierung des Neubaus werde rund zehn Jahre in Anspruch nehmen, sagte SNIG-Präsident Hanspeter Kiser im vergangenen Dezember. Die Kosten sind noch nicht bekannt.