Novartis im Visier militanter Tierschützer?

Nach der Schändung des Grabes der Mutter von Novartis-Chef Daniel Vasella vor einer Woche, wurde im Tirol auch das Jagdhaus des Konzernchefs in Brand gesetzt. Novartis vermutet dahinter die militante britische Tierschutzorganisation SHAC.

Dieser Inhalt wurde am 04. August 2009 - 15:13 publiziert

In der Nacht auf Montag wurde an Vasellas unbewohntem Jagdhaus im Tirol Feuer gelegt. Ein Nachbar meldete den Brand, der die geschindelte Fassade schwer beschädigte. Laut Novartis ist der Anschlag "mit einem professionellen Brandbeschleuniger" verübt worden.

Mangels gesicherter Erkenntnisse äussert sich der Staatsschutz bislang nicht zu den Vermutungen des Pharma-Multis, denn konkrete Hinweise auf die Täterschaft gibt es offiziell noch nicht.

Nicht ausgeschlossen wird, dass die britische Tierschutzorganisation Stop Huntington Animal Cruelty (SHAC) hinter dem Brandanschlag stehen könnte. Sie ist in der Schweiz seit rund fünf Jahren aktiv.

Bereits vor einer Woche hatten Unbekannte die Urne der 2001 verstorbenen Mutter von Daniel Vasella ausgegraben und entwendet. Auf den Grabstein wurde die Parole "Drop HLS Now" gesprayt. HLS ist das britische Laborunternehmen Huntington Life Sciences, wo auch Tierversuche durchgeführt werden. Die SHAC hat dem HLS den Kampf angesagt.

Nach eigenen Angaben führt Novartis bei HLS "seit Jahren keine Studien oder andere Arbeiten" mehr durch.

swissinfo.ch und Agenturen

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