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New Orleans (awp/sda) - Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko hat der Energiekonzern BP die Tests an der neuen Abdichtkappe über dem defekten Bohrloch um weitere 24 Stunden verlängert. Die Ventile der Abdichtkappe könnten möglicherweise sogar bis zur Versiegelung des Bohrlochs geschlossen bleiben.
Das deutete der britische Energiekonzern am Sonntag an. "Wir sind guter Hoffnung - wenn die Indikatoren so ermutigend bleiben -, unseren Widerstandstest so lange fortsetzen zu können, bis der Schacht verschlossen ist", sagte BP-Manager Doug Suttles.
Derzeit bleiben die Ventile der Abdichtkappe verschlossen und der Druck steige nur langsam, sagte Suttles in einer Telefonkonferenz mit Medienvertretern. Dies sei "ein sehr gutes Zeichen".
Der Einsatzleiter der Regierung, Thad Allen, hingegen, sprach am Sonntag von möglichen Problemen. Belastungstests am neuen Zylinder auf dem Bohrloch hätten ergeben, dass der Druck nicht wie erwartet ansteige, teilte er in einer schriftlichen Erklärung mit.
Weitere Tests müssten nun Klärung bringen, sagte Allen. Er warnte vor bleibenden Schäden, wenn Öl aus der Steigleitung austrete. Am Samstag war die ursprünglich auf 48 Stunden angelegte Testphase um 24 Stunden verlängert worden, weil die Tests laut Allen "wertvolle Informationen" geliefert hatten.
BP hatte am Donnerstag die drei Ventile des neuen Abdichtzylinders geschlossen. Damit schoss zum ersten mal seit dem Beginn der Ölkatastrophe vor drei Monaten kein Öl mehr aus der Quelle.
Die Tests sollten überprüfen, ob das Bohrloch und der Förderschacht dem Druck bei geschlossenen Ventilen standhalten oder das Öl an anderer Stelle ausläuft. Nach Angaben von BP-Vizechef Kent Wells gab es am Samstag keine Anzeichen für eine Beschädigung des im Meeresboden befindlichen Förderschachts.
US-Krisenkoordinator Allen sagte, der "endgültige Schritt" für den Stopp des Ölflusses seien die beiden Entlastungsbohrungen. Die Bohrungen haben sich nach BP-Angaben bereits bis auf eineinhalb Meter an den Förderschacht angenähert. Bis Mitte August soll die Quelle mit Zement versiegelt werden.
Die Säuberungsarbeiten im ölverseuchten Golf von Mexiko erlitten am Wochenende einen Rückschlag. Der taiwanische Supertanker "A Whale" sollte täglich mehrere Millionen Liter ölverschmutztes Wasser aufsaugen und reinigen. Der mit den Arbeiten betraute Admiral Paul Zukunft sagte jedoch, der Tanker sei "nicht geeignet" und werde daher nicht eingesetzt.
Die Bohrinsel "Deepwater Horizon" war im April nach einer Explosion gesunken. Bislang strömten Schätzungen der Internationalen Energieagentur zufolge zwischen 2,3 und 4,5 Millionen Barrel Öl ins Meer.
Die Katastrophe bedroht wichtige Wirtschaftszweige wie Tourismus und die Fischerei. Zudem sind Tiere und Pflanzen entlang der amerikanischen Golfküste stark in Mitleidenschaft gezogen.
Im Zusammenhang mit der Ölpest zahlte der BP-Konzern eigenen Angaben zufolge bislang mehr als 200 Mio USD an Geschädigte in den betroffenen US-Bundesstaaten. Insgesamt 32'000 Geschädigte hätten in den vergangenen zehn Wochen eine oder mehrere Zahlungen erhalten.
Zahlungen an 61'000 weitere Geschädigte der grössten Ölkatastrophe in der US-Geschichte würden derzeit noch geprüft. In der vergangenen Woche hatte BP die bisherigen Gesamtkosten der Ölpest für den Konzern auf 3,5 Mrd Dollar beziffert.
cf

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