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Polen erhöht Verteidigungsausgaben auf fast fünf Prozent

Keystone-SDA

Polen fühlt sich von Russland bedroht und will in diesem Jahr seine Rüstungsausgaben weiter steigern. Für 2026 seien 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung vorgesehen, sagte Aussenminister Radoslaw Sikorski bei einer Grundsatzrede im Parlament.

(Keystone-SDA) Von den umgerechnet 42,5 Milliarden Franken soll mehr als die Hälfte in die Anschaffung neuen Geräts fliessen. Polen müsse eine Armee aufbauen, die Kremlchef Wladimir Putin dauerhaft abschrecke, betonte Sikorski.

Bereits 2025 hatte das EU- und Nato-Mitglied Polen 4,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Verteidigung veranschlagt und zählte damit zu den Nato-Ländern mit den höchsten Werten.

Die Nato hatte im Juni unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und auf Drängen von US-Präsident Donald Trump vereinbart, künftig mindestens einen Betrag in Höhe von 3,5 Prozent des nationalen BIP in Verteidigung zu investieren. Hinzukommen sollen dann noch einmal 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Ausgaben, etwa Infrastruktur.

Insgesamt sollen so spätestens ab 2035 jährlich fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung und Sicherheit investiert werden – so viel wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr.

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