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Parlamentspräsidentinnen-Treffen in Bern

Eine zweitägige Konferenz vereinigt unter der Bundeshauskuppel Parlamentspräsidentinnen aus aller Welt. Es geht um die Gleichstellung und die Frage, wie die Gesundheitsvorsorge für Mütter und Kinder verbessert werden könnte.

Eingeladen haben Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer und Ständeratspräsidentin Erika Forster. Die beiden nutzen den Umstand, dass die höchsten politischen Ämter der Schweiz erstmals ganz in Frauenhand sind.

Nach wie vor kämpften Parlamentarierinnen weltweit gegen Stereotypen, sagte Forster. Frauen und Männern würden unterschiedliche Rollen, Interessen und Verhaltensmuster zugeschrieben. Dies schränke die persönliche, berufliche und soziale Entwicklung ein.

Laut dem Präsidenten der Interparlamentarischen Union (IPU), Theo-Ben Gurirab, sind weltweit durchschnittlich nur 19% der Parlamentsmitglieder Frauen. In Regierungen seien die Frauen noch stärker untervertreten.

Die Gleichstellung steht am Samstag im Zentrum der Tagung. Am Freitag befassten sich die Parlamentspräsidentinnen in erster Linie mit Mütter- und Kindersterblichkeit.

Die UNO hat sich im Rahmen der Millenniumsziele den Auftrag gegeben, bis zum Jahr 2015 die Müttersterblichkeit um zwei Drittel zu verringern. Dieses Ziel sei noch längst nicht erreicht, sagte Pascale Bruderer.

An der Konferenz geht es unter anderem um die Frage, wie Gesetze ausgemerzt werden könnten, die Frauen und Kindern den Zugang zur Gesundheitsversorgung erschwerten oder verwehrten.

Am Samstag wollen die Parlamentspräsidentinnen ein Schlussdokument präsentieren. Dieses wird auch an der Weltkonferenz der Parlamentspräsidenten und -präsidentinnen diskutiert, die kommende Woche in Genf stattfindet.

swissinfo.ch und Agenturen

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