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Sprachen-Quoten für die Bundesverwaltung

Die schweizerischen Sprachgemeinschaften waren bisher in der Bundesverwaltung nicht angemessen vertreten. Der Bundesrat will das ändern - mit der Einführung von Quoten.

Mit der vom Bundesrat verabschiedeten Verordnung über die Landesprachen, die am 1. Juli in Kraft tritt, sollen in den Departementen 70% der Angestellten deutschsprachig sein, 22% französischsprachig, 7% italienischsprachig und 1% romanischsprachig.

Auf den ersten Blick sind die Landessprachen in der Bundesverwaltung bereits heute angemessen vertreten. Bei Kaderstellen herrscht jedoch ein Ungleichgewicht, und in einigen Departementen sind die Deutschsprachigen klar übervertreten.

Eine Studie im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms zur Sprachenvielfalt hat gezeigt, dass der Anteil der Deutschsprachigen im Verteidigungsdepartement und im Aussendepartement in den vergangenen Jahren bei rund 80% lag. Dies sind 10% mehr als angemessen wäre.

Neu soll ein Delegierter für Mehrsprachigkeit die sprachlichen Minderheiten fördern. In den Departementen werden zusätzliche Übersetzerinnen und Übersetzer angestellt; Italienisch wird gleich behandelt wie die anderen Amtssprachen.

Weiter schafft der Bundesrat eine Koordinationsstelle für die Übersetzungen des Bundes auf Rätoromanisch. Vom Kader verlangt der Bund aktive Kenntnisse einer zweiten und passive einer dritten Landessprache.

Laut dem Departement des Innern (EDI) werden die Finanzmittel erhöht. Von den insgesamt 15 Mio. Franken seien 5,5 Mio. für externe Partner bestimmt.

swissinfo.ch und Agenturen

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