Armeewaffen und Munition: Gefährlicher Cocktail

Die Rückgabe der Taschenmunition von Schweizer Armeeangehörigen verläuft harzig: Bis Ende November wurden nur rund 80% zu Hause aufbewahrter Munitions-Dosen zurückgebracht. Auch stehen nächstes Jahr in Privathaushalten wohl noch viele Armeewaffen.

Dieser Inhalt wurde am 30. Dezember 2009 - 11:22 publiziert

Die Frist für die Rückgabe der Taschenmunition läuft am 31. Dezember ab. Zwischen Januar 2008 und November wurden 197'000 der total 257'000 in Umlauf befindlichen Dosen zurückgebracht. Noch ausstehend ist die Zahl der im Dezember 2009 zurückgebrachten Munition.

Nach verschiedenen Vorfällen mit Armeewaffen hatten Ständerat und Nationalrat den Bundesrat im Herbst 2007 beauftragt, die Taschenmunition einziehen zu lassen.

Die persönliche Waffe von Armeeangehörigen kann ab Neujahr gratis im Zeughaus deponiert werden. Doch die Armee erwartet, dass viele dieses Angebot nicht nutzen werden. Die Soldaten müssten den Weg zwischen Wohnsitz, Zeughaus und Schiessstand zu oft in Kauf nehmen, heisst es.

In der Frage, ob Sturmgewehre und Dienstpistolen in den Haushalt oder ins Zeughaus gehören, wird vermutlich das Stimmvolk dereinst das letzte Wort haben.

Ende Februar 2009 haben 74 Organisationen, darunter die Sozialdemokratische Partei (SP) und die Grüne Partei, die Volksinitiative "Für den Schutz vor Waffengewalt" eingereicht. Neben der Lagerung von Armeewaffen im Zeughaus sieht sie auch weitere Verschärfungen im Waffenrecht vor. Der Bundesrat lehnt das Volksbegehren ab.

swissinfo.ch und Agenturen

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