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Gotthardtunnel früher fertig als geplant

Der längste Eisenbahntunnel der Welt kann ein Jahr früher fertig gestellt werden als geplant. So könnten die Züge bereits Ende 2016 durch den Gotthardbahntunnel fahren. Ob jedoch die SBB die Strecke früher in Betrieb nimmt, ist noch nicht klar.

«Wir sind über die möglichen Terminänderungen informiert», sagte SBB-Sprecher Alessandro Malfanti zu einem Bericht der NZZ am Sonntag. Die SBB stünde in engem Kontakt mit der Bauherrin Alptransit Gotthard AG und dem Bundesamt für Verkehr (BAV). Für eine Entscheidung sei es allerdings noch zu früh.

Für die SBB bringt die frühere Eröffnung einen ganzen Rattenschwanz an Änderungen mit. So müssten unter anderem auch die Zubringerstrecken zur NEAT früher auf die erhöhten Kapazitäten eingestellt sein.

Bei der Alptransit Gotthard AG laufen derzeit die Prüfungen für eine frühere Übergabe des Tunnels an die SBB, wie Sprecher Ambros Zgraggen auf Anfrage bestätigte. Eine Eröffnung Ende 2016 sei machbar.

Das Unternehmen erstellt derzeit einen Bericht über die Möglichkeiten einer Beschleunigung und deren Folgen hinsichtlich Kosten, Bauabläufen und Inbetriebnahme.

«Der Bericht geht Anfang nächster Woche an das BAV», sagte Zgraggen. Es fehle allerdings noch eine entscheidende Zustimmung: Das Bautechnikkonsortium Transtec müsse mit den Terminänderungen einverstanden sein. Denn die Firma müsse im Falle einer vorgezogenen Tunneleröffnung Termine und Bauabläufe umstellen.

Wie kürzlich bekannt wurde, gibt es Indizien dafür, dass bei den Kunststoff-Rohrleitungen des Entwässerungssystems nicht dem Werkvertrag entsprechende Rohre einbetoniert wurden. Es besteht der Verdacht, dass die Rohre z.T. nicht aus neuwertigem, sondern wiederaufbereiteten Material bestanden.

Ob diese Rohre saniert werden müssen, ist noch nicht klar.

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