Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Regen, Wind, Sonne und Wolken: Das Wetter in Bern zeigte sich heute sehr abwechslungsreich. So soll es auch mit meinem Briefing sein. Deshalb erreichen Sie heute Neuigkeiten aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Sport.
Liebe Grüsse aus Bern
Wie viel verdienen «normale» Schweizer und Schweizerinnen, wie viel Geld geben sie aus und wofür? Unsere Serie Money Diaries gibt Aufschluss.
In losen Abständen lassen wir Menschen in der Schweiz eine Woche lang Tagebuch führen über ihre Ausgaben. Zudem verraten die Personen uns ihr Einkommen und ihre Fixkosten.
Als erstes schauen wir ins Tagebuch einer Spitex-Teamleiterin. Sie verdient netto rund 5600 Franken pro Monat.
Wir erfahren zum Beispiel, dass sie viel und gerne Zeit mit ihrem Pferd verbringt, ein Hobby, für das sie jeden Monat mindestens 840 Franken ausgibt. Kummer bereitet der Pflegefachfrau ihr Auto, auf das sie beruflich angewiesen ist, das aber langsam ins Alter kommt. Eine Neuanschaffung würde das Budget belasten.
- Meine Kollegin Sibilla Bondolfi hat das Tagebuch der Spitex für Sie aufbereitet.
- Dem Geheimnis der (vergleichsweise hohen) Schweizer Löhnen auf der Spur war mein Kollege Olivier Pauchard.
- Die Schweiz hat die teuersten Lebensmittel und Getränke in Europa: Mehr dazu hier.
Mehr
Heute reicht der Verein Klimaschutz Schweiz die Gletscher-Initiative mit 112’296 beglaubigten Unterschriften ein. Mit der Initiative soll die Schweiz auf Klimakurs gebracht werden.
Bereits vor den Wahlen und über ein Jahr vor Ablauf der Frist war klar, dass die Initiative zustande kommen wird. Sie will die Ziele des Pariser Klimaabkommens in der Verfassung verankern. Und sie fordert netto null Emissionen bis 2050.
Damit dies realistisch ist, müsste das revidierte CO2-Gesetz, über welches das Schweizer Parlament berät, aber deutlich mehr anpeilen als die geplante Reduktion des CO2-Ausstosses um 30 Prozent, wie ein Umweltökonom gegenüber SRF sagt.
Erst am Dienstag veröffentlichte die UNO einen Bericht, der zeigt, dass die Menschheit noch immer Treibhausgase in Massen ausstösst, statt sie zu senken. Anfangs Dezember treffen sich Vertreter aus 200 Ländern in Madrid zur nächsten UNO-Klimakonferenz.
- SRF schaut auf die bevorstehende UNO-Klimakonferenz: eine HerkulesaufgabeExterner Link.
- Die NZZ hat diese Woche mit einem Kenner der Geschichte der ökologischen BewegungExterner Link gesprochen, dem deutschen Historiker Joachim Radkau.
- In unserem Dossier «mit der globalen Erderwärmung leben» finden Sie mehr zum Thema.
Die Schweiz ist über ihre Landesgrenzen hinaus für ihr duales Bildungssystem bekannt. Meistens lohnt es sich auch für den Betrieb, Lehrlinge auszubilden, wie eine Erhebung des Bundes zum Kosten-Nutzen-Verhältnis in Betrieben zeigt.
Knapp zwei Drittel der Lehrlinge in der Schweiz bringen den Betrieben schon während der Lehre mehr, als sie kosten. Und viele der übrigen spielen die Kosten nach dem Lehrabschluss wieder herein.
Dennoch müsse Bildungsminister Guy Parmelin im eigenen Land Überzeugungsarbeit für die Schweizer Berufsbildung leisten, weiss die NZZ. Und zwar in der Westschweiz.
Denn dort geniesse die Berufslehre einen weit weniger guten Ruf als in der Deutschschweiz. Stattdessen gilt dort die Maturitätsschule als Königsweg – wie in Frankreich, der grossen Nachbarin.
- Vom Velovirus gepackt: SRF hat ein Berner FahrradgeschäftExterner Link besucht, das 19 Lehrlinge in 35 Jahren ausgebildet hat.
- Die Berufslehre geniesst auch in der Schweiz je nach Region einen mehr oder weniger guten RufExterner Link, schreibt die NZZ.
- Der Tages-Anzeiger hat einen Werkzeughersteller besucht, der es ungelernten Angestellten ermöglicht, eine Berufsbildung nachzuholenExterner Link.
Er war einer der besten Schweizer Fussballer und blieb als Nationaltrainer ein Mann des Volkes. Nun ist Köbi Kuhn im Alter von 76 Jahren nach langer Krankheit gestorben.
«In Köbi Kuhn erkannte sich die Schweiz», titelt der Tages-Anzeiger. «Die Öffentlichkeit nahm ihn als bescheidenen und zurückhaltenden Menschen wahr. Privat offenbarte er jedoch auch Ecken und Kanten», schreibt SRF.
Als Spieler eroberte Kuhn in den 1960er- und 1970er-Jahren die Herzen der Schweizer Fussballfans. Er wurde als Spieler mit dem FC Zürich sechsmal Meister und fünfmal Cupsieger. Auch als Trainer der Nationalmannschaft von 2001 bis 2008 war «Köbi National» erfolgreich.
Er sei der einzige Schweizer Fussballer, der sowohl als Spieler (1966 in England) als auch als Trainer (2006 in Deutschland) die Schweiz an einer WM vertreten habe, weiss der Blick. Und: Mit 137 Länderspielen, 64 als Spieler und 73 als Coach habe er wohl einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt.
- Der Blick schaut ausführlich sowohl auf das sportliche als auch auf das private LebenExterner Link von Köbi Kuhn zurück.
- Die NZZ schreibt, Köbi Kuhn habe für eine Art der Lebensführung gestanden, die am Verschwinden seiExterner Link.
- Die Schweizer Illustrierte präsentiert das Leben von Köbi Kuhn in BildernExterner Link.
Planen Sie auszuwandern oder kennen Sie jemanden, der oder die bald der Schweiz den Rücken kehrt?
Die beliebte Sendung «Auf und davon» des Schweizer Radio und Fernsehens SRF sucht für seine neue Staffel Schweizerinnen und Schweizer, die das Abenteuer Auswandern wagen.
Auch wir von swissinfo.ch sind gespannt, wer den grossen Schritt wagt und uns an ihrer, bzw. seiner Geschichte teilhaben lässt.
Mehr
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards