Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Sie arbeitet seit Wochen fast 20 Stunden am Tag: Christine Schraner Burgener, UNO-Sondergesandte für Burma. Trotzdem hatte sie noch Zeit für ein Interview.
Herzliche Grüsse aus Bern
Zuerst eine Mitteilung in eigener Sache: Wir hatten gestern beim Versenden des Newsletters leider einige technische Probleme. Danke für Ihre zahlreichen Feedbacks!
Dafür entschuldigen wir uns. Das technische Team arbeitet mit Hochdruck an der Lösung. Wir hoffen, dass es heute wieder wie gewohnt geklappt hat. Danke für Ihr Verständnis.
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Christine Schraner Burgener: Die Schweizer Diplomatin versucht, die burmesischen Generäle zur Vernunft zu bringen.
Seit dem Putsch in Burma hat das Militär fast 300 Menschen getötet. Angesichts dieses Irrsinns scheint die Aufgabe von Schraner Burgener eine Mission Impossible.
Aber die zähe Verhandlerin steckt nicht zurück. Ihre Arbeitstage zählen 19 Stunden. Und das seit Wochen.
Zehn Jahre Demokratisierung könne man nicht einfach ungeschehen machen, die Menschen machten eine Rückkehr zur Militärdiktatur nicht mehr mit, sagt Schraner Burgener, die sich trotz des Monsterprogramms Zeit für ein Interview genommen hat.
- «Solange die Menschen auf der Strasse bleiben, ist der Coup unvollendet»Externer Link – unser Interview mit der Schweizer UNO-Sondergesandten.
- «Da baut sich gewaltiger Druck auf» – Bericht von Aussenpolitik-Spezialist Giannis Mavris.
- Schweiz fördert Demokratie dort, wo es weh tut – Bericht von Bruno Kaufmann von 2018.
Wie überleben Auslandschweizerinnen und -schweizer in Brasilien?
Im Land, das von Präsident Bolsonaro autokratisch regiert wird, wütet die Corona-Pandemie besonders schlimm. Was für viele als Traum begann, wird nun zunehmend zum Alptraum.
«Ich bin jetzt seit 50 Wochen zu Hause», sagt die 75-jährige Susi Altwegg aus São Paulo. Unterstützung erhält sie von ihrem Sohn und ihrem Enkel.
«Ich finde die Situation in Brasilien beschämend; mir fehlen die Worte», sagt der Musiker Hanspeter Reimann. Der 68-Jährige stört sich vor allem an den Fake News, die Bolsonaro in grossem Umfang in Umlauf setzen lässt.
- Wie Schweizer in Brasilien Pandemie und «Fake News» meistern – Bericht von Korrespondentin Mirela Tavares.
- Mehr als 300’000 Corona-Tote in Brasilien – aktueller Agenturbericht zur desolaten Lage im lateinamerikanischen Land.
- Bolsonaro verkündet die Einsetzung eines Corona-Krisen-KomiteesExterner Link.
Zu lasch, so der Tenor bei der linken Wochenzeitung zur neuen China-Politik der Schweiz.
Die USA, Kanada und die Niederlande sprächen angesichts der vorliegenden Beweise von Genozid gegen die Uiguren in Xinjiang.
Die Schweiz wolle zwar die Verletzung der Menschenrechte in der muslimischen Provinz in einem Dialog thematisieren, daneben aber Geschäfte machen wie bisher.
«Zumindest hätte der Bundesrat die über tausend Schweizer Firmen, die in China aktiv sind, in die Verantwortung nehmen müssen», so die «WoZ». Einige seien direkt vor Ort in die Billigst-Produktion involviert.
- Devot im ewigen DialogExterner Link – Beitrag der Wochenzeitung.
- Schicksal der Uiguren sorgt für immer schrillere Töne in der UNO – Bericht von unserem Genfer Korrespondenten Frédéric Burnand.
- «China Cables» enthüllen Internierung und Verfolgung von Uiguren – Agenturbericht über die geleakten geheimen Dokumente der KP Chinas über die Unterdrückungs- und Ausbeutungsmaschinerie in Xinjiang.
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Die Antwort auf die Anti-Corona-Demo vom Samstag in Liestal? Eine Demo für wirksame Schutzmassnahmen – im Internet, gross und safe.
#NoLiestal, #NoCovid, #Wirsindmehr: Dies die Message von Tausenden, die am Donnerstag an einer Online-Kampagne mitgemacht haben. Hinter der Aktion stehen der Berner Kabarettist, Musiker und Schauspieler Nils Althaus und die Politikerin Lea Kusano.
Im Gegensatz zu den über 5000 Personen, die am Wochenende unter weitgehender Verweigerung der Schutzmassnahmen durch Liestal gezogen sind – und die straffrei bleiben – demonstrieren die Teilnehmenden auf Facebook und Twitter für eine strikte Einhaltung von Masken- und Abstandspflicht.
Die kurzfristig angekündigte Aktion wurde zum Erfolg: Kurz vor Redaktionsschluss für dieses Briefing wurden 22’500 Tweets mit #NoLiestal verschickt.
- #NoLiestal: Tausende demonstrieren online gegen Corona-SkeptikerExterner Link – Bericht über die Gegen-Demonstration im Bund (Paywall).
- Die Erde ist flachExterner Link (Tweet): In Liestal waren neben Antisemiten und Rechtsextremen auch Anhänger der Flat-Earth-«Theorie» präsent.
- Zieht der Bundesrat nach Ostern die Corona-Zügel wieder an?Externer Link – Bericht des Blick mit den neuesten Zahlen.
Die Bündner Mezzosopranistin Maria Riccarda Wesseling lebt normalerweise nur gerade drei Monate im Jahr in ihrer Wahlheimat Holland.
Sonst ist sie auf den grossen Bühnen der Welt zu Hause. Seit März ist jedoch alles weggebrochen, sagt die 51-Jährige, die wegen der Pandemie in ihrer Wahlheimat feststeckt: «Aktuell würde ich für ein Basler Projekt Regie führen.»
Hier gehts zum Porträt (Dialekt):
Direkter Link zum PorträtExterner Link von Maria Riccarda Wesseling.
- Hier geht’s zum Podcast «Die fünfte Schweiz»Externer Link.
- Grammy für Schweizer Violinistin Patricia Kopatchinskaja.
- Ist der Auslandschweizerrat «gefangen zwischen den Zeiten», wie swissinfo.ch schreibt? Mitnichten, meint Ratsmitglied David W. Mörker in seiner Entgegnung auf unseren Beitrag.
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