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Filippo Lombardi

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Filippo Lombardi ist Ihr neuer Präsident. Der Auslandschweizer-Rat hat ihn heute Freitag an die Spitze der Auslandschweizer-Organisation gewählt.

Herzliche Grüsse aus Bern

Filippo Lombardi
Keystone / Gaetan Bally

Der neue Präsident der ASO heisst Filippo Lombardi.

Mit dem Tessiner Ex-Ständerat kommt ein erfahrener Mann an die Spitze der Auslandschweizer-Organisation. Er habe im Parlament, im Vorstand der Auslandschweizer-Organisation und als deren Vizepräsident einiges gelernt über die Sorgen der Auslandschweizer, sagte er heute bei seiner Wahl. Er lebte nach seinem Studium auch sechs Jahre lang selbst im Ausland, nämlich in Brüssel.

Der 65-Jährige war während 20 Jahren für den Kanton Tessin im Ständerat und gilt als einer der profiliertesten Aussenpolitiker der Schweiz. «Ich werde die Interessen der Fünften Schweiz mutig und kräftig verteidigen», versprach Lombardi. «Wir haben viel Verständnis in der Bundespolitik gewonnen, aber der Weg ist noch weit, bis wir wirklich als Schweizer Bürgerinnen und Bürger mit allen Rechten und Pflichten anerkannt werden.»

Lombardi gilt als Vater des Auslandschweizer-Gesetzes, das 2014 im Parlament mit breiter Zustimmung angenommen wurde. Dazu sagte er: «In der Umsetzung des Auslandschweizer-Gesetzes fehlt uns noch etwas. Das ist die Aufgabe in der neuen Amtsperiode: Vermehrt Dienste anzubieten, als uns mit unseren internen Reorganisationen selbst zu beschäftigen.»

Lombardi tritt die Nachfolge von Remo Gysin an, den der Rat zum Ehrenpräsidenten ernannte. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: FDP-Nationalrat Laurent Wehrli, SP-Nationalrat Carlo Sommaruga, Gianfranco Definti (Italien), Dominique Baccaunaud (Frankreich), Helen Freiermuth (Türkei), Albert Küng (Deutschland), David W. Mörker (USA), Franz Muheim (Grossbritannien), Carmen Trochsler (Australien), Finanzen: Lucas Metzger.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Christian Raaflaub

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57 Kommentare
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Zwei Bräute
© Keystone/Gaetan Bally

Ein Ja zur Ehe für alle? Laut SRG-Umfrage so gut wie in trockenen Tüchern.

Es sieht gut aus für die Befürworterinnen und Befürworter der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Laut der ersten SRG-Umfrage vor dem Urnengang vom 26. September wollen 69% der Befragten eine Änderung des Zivilgesetzbuchs akzeptieren, welche die Ehe zwischen zwei Frauen oder zwei Männern legalisieren soll.

Unter der befragten Schweizerinnen und Schweizern im Ausland liegt die Zustimmungsrate mit 72% sogar noch etwas höher. Gemäss dem Forschungsinstitut gfs.bern, das für uns die Umfrage durchführte, ist eine Trendwende angesichts dieser eindeutigen Mehrheit unwahrscheinlich.

Knapp dürfte der Ausgang hingegen bei der zweiten Vorlage ausgehen. Bei der Volksinitiative «Löhne entlasten, Kapital gerecht besteuern», auch bekannt als 99%-Initiative, halten sich das Ja- (46%) und das Nein-Lager (45%) die Waage. Die Initiative fordert eine höhere Steuer auf hohe Kapitaleinkommen, um die Ungleichheit zu bekämpfen.

Übrigens: Zum Zeitpunkt der Publikation Ihres Briefings beginnt unsere «SWI Arena» zum Thema Ehe für alle. Unter der Gesprächsleitung meiner Kollegin Katy Romy kreuzen Tamara Funiciello (Sozialdemokratische Partei, Pro) und Benjamin Roduit (Christlichdemokratische Volkspartei, Kontra) auf Französisch die Klingen. Unter diesem Link können Sie zuhörenExterner Link.

Generika
© Keystone / Gaetan Bally

Die Schweiz ist weiterhin eine Hochpreisinsel – besonders bei Generika.

19 Franken in Grossbritannien, 100 Franken in der Schweiz! Sie sollten eigentlich die preiswerte Alternative sein zu Marken-Medis. Doch auch Generika sind in der Schweiz wesentlich teurer als in anderen Ländern. Das zeigt der neuste Preisvergleich des Eidgenössischen Preisüberwachers.

Der Vergleich mit Grossbritannien ist natürlich das extremste Beispiel. Gegenüber 15 Vergleichsländern ist das jeweils günstigste Generika in der Schweiz im Durchschnitt aber immer noch mehr als zweieinhalbmal teurer.

Der Preisüberwacher fordert deshalb: «Die Einführung eines griffigen Referenzpreissystems würde diesen Missstand beheben.» Ende Monat wird der Ständerat darüber beraten. Der Nationalrat allerdings hat sich bereits ablehnend dazu geäussert. Die Volkskammer zieht einen Gegenvorschlag vor.

Le Rosey, Carnal Hall
Keystone / Laurent Gillieron

Eine Schweizer Gemeinde wurde gehackt – und niemand merkte es.

Kennen Sie Rolle? Falls nicht, sagt Ihnen vielleicht Yahoo oder Nissan etwas – oder Le Rosey (im Bild), laut Medienberichten die teuerste Privatschule der Welt. Die beiden Weltkonzerne haben beide ihre Hauptsitze in dieser edlen Waadtländer Gemeinde mit 6200 Einwohnerinnen und Einwohnern. Aber das ist nicht die Geschichte.

Wie Watson.ch heute berichtet, wurden Server der Gemeinde am Genfersee vermutlich Ende Juni von einer Ransomware-Bande gehackt. Interne Dokumente, E-Mails und vermutlich auch vertrauliche Informationen seien seither im Darknet frei zugänglich – und zwar mehrere Gigabyte.

Von Watson.ch darauf angesprochen, wusste man auf der Gemeindeverwaltung angeblich nichts von diesem Angriff. Allerdings habe die Hackerbande bisher auch keine Daten verschlüsselt und kein Geld verlangt. Es sei auch nicht bekannt, wann und ob die Verantwortlichen die Bevölkerung über das Datenleck informieren wollten, schreibt Watson.ch.

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